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Sonntag, 13. Dezember 2015

Pilzpastete – Vorspeise für das Weihnachtsmenü


Eigenartigerweise brennt bereits die dritte Kerze am Adventskranz, wenn ich die dritte Runde meiner Weihnachtsmenüs einläute. Wobei irgendwie fällt mir dann doch gerade auf, dass ja aller guten Dinge drei sind und das somit schon so seine Richtigkeit haben muss. Neben den drei Kerzen am Kranz, gibt's ja bekanntlich auch die heiligen drei Könige und spätestens nach dem dritten Schnaps bei der Weihnachtsfeier empfiehlt es sich auch hier der 3er-Regelung treu zu bleiben und den vierten zu verweigern. Wer jetzt weiter bzw. schmutzig denkt, dem sei verziehen – immerhin ist Weihnachten ja auch das Fest der Liebe und somit irgendwie auch der Vergebung. Damit's letzteres aber erst gar nicht braucht, greift wiederum die 3er-Regelung und der Kreis schließt sich. Ich muss zugeben, diese schlüssige Kette freut mich als Psychologin ganz besonders, da wir es ach so selten wagen von Kausalitäten zu sprechen. Die Form eines Kreises hat übrigens auch die Pilzpastete, die ich für das diesjährige Weihnachtsfest als Vorspeise serviere und die mich mit Zufriedenheit auf mein Tageswerk blicken lässt.



ca. 500g Pilze
1 rote Zwiebel
1 kleine Karotte
1 kleine Pastinake
1 Kartoffel
1/4 Knollensellerie
1 Koblauchzehe
1/2 Pkg. Frischkäse
1 Hand voll Maroni
Muskatnuss
Rosmarin
Pfeffer, Salz

ca. 30g Butter
Salbeiblätter

Blätterteig
1 Ei



Zuerst werden Sellerie, Kartoffel und Pastinake klein gewürfelt und in etwas Wasser weich gedünstet. Bis das passiert ist wird die Zwiebel grob gehackt und die Pilze geputzt und grob geschnitten. Auch die Karotte wird länglich, aber relativ rein geschnitten. Die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, die Karotte dazu und dann auch gleich die Pilze. Die Knoblauchzehe hineinpressen und noch mit Rosmarin, Pfeffer und Salz würzen. Jetzt die Sellerie-Mischung dazu geben und auch noch mit Muskatnuss abschmecken. Zum Schluss den Frischkäse unterrühren und auch die Maroni, die man davor grob hackt. Noch schnell Nussbutter mit den Salbeiblättern machen und die Hälfte dazugeben. Ein wenig abkühlen lassen und in der Zwischenzeit den Deckel für die Pastete ausschneiden. Sobald die Pilzfüllung in der Auflaufform ist, kommt dieser darauf und wird mit verquirltem Ei bestrichen. Bei 200° Heißluft braucht es etwa 15 Minuten und kann nach dem Anrichten mit der restlichen Salbeibutter abgerundet werden.



Wie schön die kleinen Freuden des Lebens doch sein können!

Sonntag, 18. Oktober 2015

Mentale Stärke und Reh mit Kartoffelravioli und Wacholderschaum


Es gibt ja viele Möglichkeiten sich zu entspannen, diese aber auch zu beherrschen ist eine Kunst für sich. Sie zu lernen ist das Thema in noch mehr Vorträgen, Workshops etc., die von wiederum mehr Experten gehalten werden. So kam ich diese Woche in das Vergnügen dem "Mentalist"eine Stunde meines Lebens zu schenken. Die Namensgebung machte mir einen unvoreingenommen Einstieg ein wenig schwer, da es für mich halt nur einen Mentalist gibt und der heißt nunmal Patrick Jane (auch wenn das Ende der letzten Staffel bereits ausgestrahlt wurde). Während ich also damit beschäftigt war die Schublade mit Vorurteilen voller Kraft zuzuhalten, erklärte der zweite Mentalist, dass Entspannung der Schlüssel zum Erfolg wäre. Demnach war also doch recht bald der Moment erreicht, wo ich nicht mehr ganz so bei der Sache war und die Schublade wieder lautstark aufsprang. Der große Aha-Effekt blieb auch während den restlichen 45 Minuten aus, dafür wurde einiges an Effekthascherei geboten, gewürzt mit hypnotischen Übungen.
Da bleib ich doch bei meinen zwei sehr bewährten Methoden. Schlafen – die immer wirksame. Oder der Wald als Ruheort im Geist oder real. Letzteres steht aktuell ja sowieso hoch im Kurs, denn die Wildsaison ist bereits voll im Gange.



4 Rehfilets
3 Wacholderbeeren
2 Piment
1 Zwei Majoran
Fleur de Sel
Butter

400g kleine Kräuterseitlinge
Lauch
1 Zweig Rosmarin
Salz, Pfeffer

Wacholderschaum:
1 TL Wacholderbeeren
150ml Schlagobers
100ml Gemüsebrühe
1 Schuss Rotwein
70g Crème fraîche
1/2 TL Hagebuttenmarmelade
1/2 TL Preiselbeermarmelade
1/2 TL Dijon Senf
Salz, Pfeffer



Ravioli:
450g Mehl (universal)
120ml Wasser
2 Eier
2 EL Olivenöl

3 Kartoffeln (mehlig)
2 EL Ricotta
15g geriebener Parmesan
1 Messerspitze Muskat
10g Butter
Salz, Pfeffer



Zuerst wird der Nudelteig zubereitet, für den man das Mehl, Wasser, die Eier und das Olivenöl zu einer glatten Teigkugel verknetet und anschließend kühl stellt. Die Kartoffeln werden geschält, in Salzwasser gekocht bis sie gar sind und dann gepresst, damit sie mit dem Parmesan, dem Ricotta, Muskat, Salz und Pfeffer vermischt werden können. In einem Topf wird die Butter so lange zerlassen bis sie zu Nussbutter wird, um zu der Mischung zu kommen. Den Teig teilt man in kleinere Stücke und lässt diese von Stufe 7-1 durch die Nudelmaschine, sticht kleine Kreise aus, füllt und verschließt sie mit einem weiteren kleinen Nudelkreis.
Jetzt kann für das Reh wieder Butter in einer Pfanne nussig gemacht werden, dazu gibt man noch die 3 Wacholderbeeren, 2x Piment und den Majoranzweig. Jetzt das Reh dazu von allen Seiten gut anbraten und dann ab in den Ofen bei 100° Heißluft für 20-30 Minuten. Den Fleischansatz in der Pfanne löst man mit einem guten Schuss Rotwein. Dazu kommt gleich auch der Senf, das Schlagobers, das Crème fraîche und die Gemüsebrühe. Beide Marmeladen werden darin aufgelöst und die Wacholderbeeren im Mörser leicht angeknackt, damit sie ihr Aroma gut entfalten können. Auch sie kommen hinein. Salzen und Pfeffern und kurz vor dem Anrichten aufschäumen.
Mittlerweile können auch schon die Pilze angebraten werden. Dazu wird der Lauch fein geschnitten und in einer Pfanne in etwas Öl angeschwitzt. Die Kräuterseitlinge als auch den Rosmarinzweig dazu und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Tortellini jetzt in Salzwasser kochen bis sie aufsteigen und zu dem Reh, den Pilzen und den Wacholderschaum auf dem Teller anrichten.





Waidmannsheil!

Sonntag, 30. November 2014

Rüben so rot wie die Mütze vom Weihnachtsmann ODER Reissalat mit Chips



Als bekennender Weihnachtsfanatiker aka Terrorchristkind interpretier ich meinen Hit "Ich läut das Glöckchen, bis du dich freust, ey!" jedes Jahr neu. Meistens klappt es auch und am 24.12. sind Kekse gebacken, der Tannenbaum geschmückt und alle singen besinnliche Lieder. Stolz auf diesen Missionsdienst hab ich mich in ein Dekogeschäft meines Vertrauens aufgemacht. Dort sind auch schon die Weihnachtslieder und jede Menge Sternchen, Kunstschnee, Kugeln in allen Farben usw. eingezogen. Anfangs mit dem Gedanken "Schon ein bisschen viel grad." bin ich beschwingt aber schon ein wenig skeptisch hinein. Irgendwie hat aber jeder Schritt ein wenig an meinen weihnachtstauglichen Nerven gezerrt. Leute, die einem im Weg rumstehen und Engelshaar, das sich im eigenen verfängt. Manche hört man auch schon mitsingen – was wiederum weniger engelhaft war. Geschockt von meiner diesjährigen Laune im überfüllten Weihnachts(horror)land, bin ich mit einem großen Fragezeichen im Gesicht geflüchtet. Hab ich meinen Fanatismus verloren? Das wird sich in den nächsten Wochen wohl noch zeigen, bis dahin bleib ich bei Elfis Röschengeschirr und nimm mir noch eine Woche weihnachtsfrei mit einem Reissalat und rote Rübenchips.



1 Tasse Wildreis
250g Champignons
1kleine Stange Lauch
frischer Rosmarin und Thymian
Salz, Pfeffer
weißer Balsamico
1 TL grober Senf
Olivenöl




2 rote Rüben (Bete)
Meersalz
Chili
frischer Rosmarin
Olivenöl

Zuerst wird der Reis gekocht, danach geht's auch schon an die Rübe. Die beiden werden (mit Handschuhen!) geschält und anschließend in feine (1-2mm) Scheiben geschnitten. Dazu eignet sich eine Küchenmaschine sehr gut. Sie werden mit dem groben Salz, Chiliflocken, etwas gehacktem Rosmarin und Olivenöl vermischt. So kommen sie nicht überlappend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bei 160° Heißluft für 25-35 Minuten in den Ofen. Solang bis die Ränder sich wellen und sie knusprig werden. Die restliche Knusprigkeit bekommen sie beim erkalten.
Während die Chips vor sich hin backen, werden die Pilze und der Lauch in Scheiben geschnitten. Das Olivenöl wird in einer Pfanne erhitzt, dann kommt der Lauch und anschließend die Pilze dazu. Gewürzt wird mit gehacktem Rosmarin und Thymian. Auch Salz und Pfeffer dürfen noch hinein. Etwas abkühlen lassen und mit dem Reis vermischen. Jetzt noch Balsamico und Senf rein und fertig ist der Reissalat, der lauwarm oder kalt gegessen werden kann. Die Chips oben drauf und los zum Tisch.



Hier backen wir (noch) rote Rüben und keine Kekse!

Sonntag, 7. September 2014

Dem Herbst in den (Kichererbsenein-)Topf geschaut


Langsam findet man sich schon damit ab, dass der Sommer vorbei ist und als bekennender Herbstliebhaber bin ich darüber nicht so bös' wie manch anderer. Während bei heißen Temperaturen die Laune in den Keller geht, weil Schwitzen gar nicht mal so toll ist, steigt das Wohlbefinden wenn's wieder Zeit wird den Schal aus den Kasten zu holen. Normalerweise bringt die "dunkle Jahreszeit" die eine oder andere Verstimmung mit sich – nicht umsonst gibt's die Lichttherapie. Liebe Sonnenanbeter, seid also nicht traurig, die kann man sich sogar verschreiben lassen und effektiv ist sie auch. Was also für den einen Sonne und Vitamin B ist, sind für den anderen heiße Schokolade und Eintöpfe. Als Beispiel gibt's hier also einen Kichererbseneintopf, der hoffentlich für Tryptophan und somit auch für ein bisserl Wohlgefühl sorgt.




Ich verschreibe gegen schlechte Laune heute also:

2-3 Hände Kichererbsen
1 große Zwiebel
2 Karotten
Ingwer
brauner Zucker
2 kleine Kartoffeln
1/2 Melanzani
1/2 Paprika
4 Champignons
2-3 getrocknete Datteln
1 EL Tomatenmark
1 Tomatendose (stückig)
1 Zimtstange
2-3 Pimentkörner
2-3 Wacholderbeeren
1/2 TL Koriander
1 TL Kurkuma
2 Lorbeerblätter
1/2 TL Kreuzkümmel
Chili
Salz, Pfeffer
1/2 Limette
Petersilie
Olivenöl



Die Kichererbsen werden über Nacht in Wasser eingelegt und am nächsten Tag abgegossen und mit der halben gewürfelten Zwiebel, etwas Salz in Wasser gekocht. Letzteres dauert etwa 10-15 Minuten, je nachdem wie weich man die Kichererbsen haben möchte.
In einem Topf wird das Olivenöl erhitzt, bevor die zweite Hälfte der gewürfelten Zwiebel, die in Scheiben geschnittenen Karotten und der geriebene Ingwer (nach Bedarf) dazu kommen. Nun etwas braunen Zucker darüber. Die Kartoffeln werden auch in kleine Würfel geschnitten und dazu gegeben. Das restliche Gemüse wird ebenso würfelig geschnitten, bevor das Tomatenmark in den Topf kommt. Schon darf auch die Tomatendose hinein und es wird kräftig gewürzt. Den geriebenen Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili, Salz und Pfeffer gibt man einfach so hinein, während die Zimtstange, die Pimentkörner, die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter in einen Teebeutel wandern und so in den Eintopf kommen. Nachdem nun alles was man braucht drinnen ist, heißt's geduldig sein – umso länger alles auf kleiner Flamme einkocht, desto besser ist der Geschmack. Zwischendurch darf ruhig gekostet werden, damit der Gewürzbeutel entfernt wird, wenn's einem von Zimt und Co. genug ist. Am Schluss wird mit dem Saft einer halben Limette verfeinert und mit ein paar Petersilienblättern getoppt.



Wärmende Eintöpfe euch allen!


Sonntag, 24. August 2014

Die Schnibbelhilfe und die Polenta mit Kruste



Meine liebste Schnibbelhilfe ist ja meine Mama. Sie bemüht sich immer alles nach meinen Vorstellungen zu machen und dabei nicht allzu laut entnervt zu seufzen. Letzteres fällt ihr aber besonders schwer. Noch schwerer wird es allerdings, wenn sie auch ein Foto schießen soll. Also ein Foto von mir – wenn ich was halte oder gar ein Portrait. Da schwitzt sie Blut und die Nervosität wird grenzenlos. Begründet ist das damit, dass ich einerseits sehr ungeduldig und erwartungsvoll bin und sie andererseits nicht für ihren Ruf als besonders gute Fotografin bekannt ist. Nach etwa 100 Fotos hat sie sich aber wahrlich ein Lob verdient, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft springen ließ und mir die Zeit verschaffte eine Polenta mit Tomatenkruste auf einem prä-herbstlichen Bett zuzubereiten.




150g Polenta
150ml Schlagobers (Sahne)
350ml Gemüsebrühe
2-3 Salbeiblätter

1 Knoblauchzehe
200-250g getrocknete Tomaten
2 Handvoll Kräuter (Oregano, Thymian, Basilikum)
1 Hand geröstete Pinienkerne
5 kleine Scheiben altbackenes Vollkornbrot
schwarzer Pfeffer
Olivenöl
Parmesan

4 Frühlingszwiebel
1 kleiner Radicchio
300g Austernpilze
Olivenöl
Salz, Pfeffer



Das Schlagobers und die Gemüsebrühe werden gemeinsam mit klein gehacktem Salbei aufgekocht, bevor die Polenta eingerührt wird. Gerührt wird für 5 Minuten. Danach wird sie 1cm dick in eine Auflaufform gestrichen. Nun auskühlen lassen und ab zur Kruste. Für diese werden die getrockneten Tomaten, die Kräuter, die Pinienkerne, Pfeffer und die Knoblauchzehe klein gehackt – am besten hilft einem dabei die Küchenmaschine. So ergibt sich eine Paste, zur der noch gewürfeltes Brot und Olivenöl kommt. Mit dieser Mischung wird die Polenta bestrichen und mit etwas Parmesan bestreut, über den nochmals d'rüber gestrichen wird. So kommt sie für 10 Minuten bei 180° Heißluft und anschließend für etwa 5 Minuten unter den Grill.
In der Zwischenzeit werden die Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten und auch der Radicchio und die Austernpilze grob geschnitten. In der selben Reihenfolge werden diese Drei miteinander angebraten. Gewürzt wird nur mit einem bisserl Salz und Pfeffer.



Genießt mit eurer Schnibbelhilfe!

Sonntag, 19. Januar 2014

Als ein Curry von Indien nach Europa reiste



Ob Bollywood was für einen is', kann sich ja ein jeder für sich überlegen. Dabei sollte man aber gar nicht mal so laut darüber nachdenken, weil viele diesbezüglich einer Meinung sind. Versteht man ja auch, besonders wenn von 2 Stunden 1,5 gesungen werden.
Gar nicht Bollywood war dieseWoche. Aber dafür wunderbar indisch – Motto: Indien zu Besuch in Wien. Angefangen hat's also mit dem Film "Lunchbox", der ohne Tänzer, aber dafür mit Speisen, bei denen man sich ein Geruchs-Kino wünscht, aufwartet. Eine Geschichte über die Liebe, Freundschaft und den Einfluss des Magens darauf – wenn's denn beim Richtigen ankommt. Beim Verlassen des Kinos muss man aber mit einem großen Hunger im Bauch rechnen.
Daraufhin stochert man rum in den verschiedenen Gerichten und ist irgendwie so gar nicht froh, WEIL man will ja eigentlich auch so eine Lunchbox. Für Abhilfe wurde gesorgt. Der liebste Inder hierzulande wurde in gewohnter Tradition aufgesucht und hat uns alle wieder so erfreut. Einen besseren findet man nicht – einmal tulsi, immer tulsi.




Aber nachdem die liebe Freundin von ihrem Indienmonat neben Geschichten auch tolle Rezepte mitgebracht hat und sie ihr besonderes Curry verraten hat, kommt auch in die Wohnung ein Hauch Indien.



3 Mädels essen diese Portion nicht ganz auf, aber fast:
3 Hühnerfilets
4 mittelgroße Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Dose Kokosmilch
Gemüsebrühe
Paprikapulver
Curry (die Qualität macht's aus)
Kurkuma
Salz
Chili
Öl

2 Paprika
1/2 Zucchini
Champignons
Rosmarin




Das Öl wird erhitzt, bevor Paprikapulver dazu kommt. Beide sollen sich miteinander verbinden. Anschließend kommt die Zwiebel gewürfelt dazu, wird angeschwitzt und das in Stücke geschnittene Hühnerfilet leistet ihr Gesellschaft. Sobald es angebraten ist, kommen auch die Kartoffeln (ebenfalls gewürfelt) hinein. Und schon wird mit einem Schuss Kokosmilch abgelöscht. Jetzt ordentlich Curry rein und auch etwas Kurkuma und Salz, so viel man will. Man gießt immer wieder etwas Kokosmilch nach, aber auch etwas Gemüsebrühe. Während das alles sämig wird und man zwischendurch immer mal wieder umrührt, schneidet man das Gemüse. Das wird nämlich auch in einer Pfanne mit ebenfalls so einem Paprikaöl angebraten. Salzen, Rosmarin und auch noch andere Kräuter, wenn man mag, dazu geben. Sobald die Kartoffeln nicht mehr fest sind und sich alles schön eingekocht hat, ist's bereit um serviert zu werden. Ein bisschen Kokosmilch für die Optik noch darüber und mit Chili abschließen.



कृपया भोजन का आनंद लीजिये !
(Ob das auch wirklich "please enjoy your meal" heißt!? Hoffen wir's.)





Sonntag, 17. November 2013

Zum Mitnehmen bitte


Irgendwie ist der November ein ziemlich billiger Abklatsch vom Dezember. Ehrlich. Es riecht schon nach Weihnachten, es glitzert aus jeder Ecke, kalt ist's auch und ein immer spürbares Stressgefühl ist auch mit von der Partie. Das alles nur ohne Glühwein, dem großen Fest und ohne dem Geschenke Suchen. Stattdessen gibt's Arbeits- oder Unistress. Als Social Network User würd' ich mal sagen: Das gefällt mir gar nicht.



Da kommt einem ein Wochenende wie dieses gerade recht. Interessante Themen, tolle Leute, Gangsterparties (so feiert der Student von heute) und Leckereien für's Aug' und's Herz. Damit das Buffet und die Mägen nicht leer bleiben, muss auch schon vor so einem Workshop-Wochenende allerhand vorbereitet werden. Etwas, das man auch mitnehmen kann. Gar nicht so leicht. Aber irgendwie doch machbar. Wirklich?

Ja, ganz ehrlich! Ein Mitbringsel für Fleischfresser und Blümchenstreichler:

200g Butter
1 Tasse lauwarme Milch
1 Germwürfel (Hefe)
2 Eier
2 TL Zucker
ca. 700g Mehl
Prise Salz

ca. 1kg Champignons
2 Stangen Lauch
1 Pkg. Feta
3 Hühnerfilets
Rosmarin
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe

1 Becher Crème fraîche
Gauda




Den Germwürfel löst man in der lauwarmen Milch auf und gibt 2 TL Zucker dazu. Genauso die 2 Eier und die zimmerwarme gewürfelte Butter. Danach gibt man das Mehl und die Prise Salz dazu und verknetet alles zu einem geschmeidigen Teig, den man gehen lässt. So wie sich's für den Germ gehört.
Bis der ordentlich an Größe zugelegt hat, kocht man die Hühnerfilets in Gemüsebrühe. Den Lauch schneidet man in Ringe und die Champignons in Scheiben. Den Lauch brät man in Olivenöl an und gibt anschließend die Champignons in die Pfanne. Gewürzt wird mit der Brühe, dem Salz und dem Pfeffer. Wenn die Filets fertig sind, zupft man sie in kleine Stückchen. Auch der Feta wird zerkleinert, dazu zerdrückt man den Käse einfach mit einer Gabel.

Der Teig, der nun wunderbar groß geworden ist, teilt man in zwei Hälften und rollt sie mit einem Nudelholz aus. Dann wird mit Crème fraiche bestrichen und mit Hühnchen, dem Feta und 1/3 der Pilzlauchmischung beleget. So ergibt sich eine Rolle, von der man ca. 5 cm große Scheiben abschneidet und so Schnecken zaubert. Die werden auf ein Backblech gesetzt, mit geriebenem Gauda und schwarzem, gerösteten Sesam bestrichen. Für die veggie Variante lässt man einfach das Hühnchen und den Sesam weg (damit man die beiden unterscheiden kann).



So kann geschlemmt werden. Ob warm oder kalt!



Sonntag, 27. Oktober 2013

Wenn man eine Jahreszeit auf's Brot geben könnte...


... dann wären das jetzt eben Pilze und rote Rüben (bei 10mal so vielen Menschen eher als rote Beete bekannt). Und weil man die am liebsten frisch hat und der Naschmarkt so greifbar nahe ist, kauft man die als (Wahl-)Wiener selbstverständlich auch dort. Die beste Zeit dafür ist übrigens der Freitag oder der Samstag – nicht weil da besonders viele Menschen sind und man's gern ein bisserl kuschelig mag, sondern weil da die Auswahl noch größer ist. Da gesellen sich nämlich zu den regulären Ständen noch ein paar regionale dazu. Ja und was es dann alles gibt, da geht einem's Herz auf.

Für einen bekennenden Herbstliebhaber zeichnet diese Unternehmung vor allem der leicht rauchige Geruch, die Mischung von der Wärme der Läden gemeinsam mit der Kälte des nahenden Winters und natürlich die Gemüsesorten, die's nur zu dieser Zeit gibt, aus. Ja, jetzt darf einmal wohlig geseufzt werden. Seufz.






So. Jetzt aber zum Herbst auf dem Crostini:

1 rote Rübe
5 Kräuterseitlinge
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Kreuzkümmel
Thymian
Rosmarin
Feta
Kresse
Olivenöl und Balsamico
Salz, Pfeffer

ca. 5 Scheiben dunkles Brot

Die rote Rübe muss zuerst ran. Ihr schneidet man das Blattwerk ab, wäscht sie, trocknet sie ab und wickelt sie in Alufolie. So eingepackt wandert sie in den kalten Backofen. Zu machen und auf 180° Heißluft einstellen. Die Wärme genießt sie dort für 90 Minuten.
In der Zwischenzeit putzt man die Pilze und schneidet sie in Streifen. Ähnlich verfährt man mit dem Lauch, nur dass sich da Ringe ergeben.
Sind die 90 Minuten verstrichen, lässt man die Rübe etwas auskühlen, denn bevor sie geschält wird wendet man sich noch den Pilzen zu, sonst verbrennt man sich die Finger. Hier wird aus Erfahrung gesprochen. Die Kräuterseitlinge kommen zu den in Olivenöl angebratenen Lauchringen und erfahren das gleiche Schicksal wie diese. Sie werden angebraten und mit Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin gewürzt. Hat man die Rübe geschält und rote Finger bekommen, schneidet man sie in Scheiben, die man aber wieder in der Mitte oder so teilen kann. Den Anspruch gleich auszusehen, gibt's hier nicht. So geschnitten wird die Beete mit Olivenöl, Balsamicoessig, Salz Pfeffer und dem 1/2 TL Kreuzkümmel gewürzt.



Das Brot (hier war's eine zwiebelige Sorte) hat man natürlich schon längst rustikal aufgeschnitten und mit etwas Olivenöl und einer halben Knoblauchzehe (sie und ihre andere Hälfte wurden nämlich schon mit dem Lauch gemeinsam angebraten) eingerieben. Dann heißt's: Ab in die Pfanne und kross werden. Damit's halt auch Crostini werden.

Ist das alles erledigt, geht's ans belegen. Bei der Pilzvariante kommen eben diese einfach d'rauf. Für die andere Version, kommen zuerst die marinierte Rübe, dann etwas zerbröselter Feta und die Kresse an die Reihe. Wer mag darf sich hier auch noch mit Balsamicocreme austoben.



"G'schmeckt hat's", hört man's munkeln.