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Sonntag, 6. März 2016

Die süße Seite des Osterbrunch



Ostern kommt dieses Jahr ja schon sehr bald um die Ecke. Hier laufen schon die Vorbereitungen für einen Osterbrunch für die ganze Familie – und zwar den süßen Teil des Brunchs in doppelter Ausführung nachdem letztes Wochenende aufgrund von Zeitmangel die Küche kalt blieb. Recht viel mehr Zeit hab ich nicht im Gepäck aber dafür eine Topfen-Zitronen-Tarte und Mini-Mandarinen-Pavlova.





250g Mehl
150g kalte Butter
1 Ei
1 EL kaltes Wasser
1 EL Zucker

2 Eier
1,5 Pkg. Topfen
1 Pkg. Frischkäse
1 Zitrone
50ml Schlagobers
120g Zucker
30g Vanillezucker



Für den Teig Mehl, Butter, Ei, kaltes Wasser und Zucker miteinander verkneten. In die Form drücken und für eine halbe Stunde kühl stellen. Danach mit der Gabel einstechen und ca. 15-20 Minuten bei 200° Heißluft blindbacken bis er goldbraun ist. Die zwei Eier, den Topfen, Frischkäse, den Saft einer Zitrone, Schlagobers, Zucker und Vanillezucker verrühren und auf den gebackenen Teigboden gießen. Runter auf 180° schalten und ca. 20-30 Minuten backen.

3 Eiklar
3/4 Tasse Zucker
3 Mandarinen
1/2 TL Vanillepaste
1 EL Grand Marnier
gehackte Pistazien



Das Eiklar wird zu Schnee geschlagen, während der Zucker nach und nach hinzu gegeben wird. Anschließend auf ein Backblech jeweils 1-2 EL davon verteilen und bei 150° Heißluft für ca. 30 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Creme und die Mandarinen vorbereiten. Letztere werden geschält und ein paar Minuten in Wasser gegeben. So lassen sie die "weißen Fäden" mit einem Messer leicht abschaben. So kommen sie in einen Topf mit dem Grand Marnier und der Vanillepaste, kurz etwas weich kochen und auskühlen lassen. Ist alles abgekühlt kommt die Creme auf die Pavlova, die Mandarinen und zum Schluss die Pistazien darüber streuen.



Osterbrunch die 1.

Sonntag, 14. Februar 2016

Kinofilme und Red Velvet Cake






Ich bin bei Filmen nicht besonders wählerisch. Außer bei Horrorfilmen, die mag ich nicht. Ansonsten is mir alles willkommen und ich geh für jeden Marvelfilm ins Kino oder sing beim Vorspann von Bibi und Tina lauthals mit. Die Liebe darf sich demnach nicht beschweren, immerhin sind auch Jason Statham und ich Leinwand-BFFs. Er hingegen ist da doch ein wenig komplizierter – ein Genre was für einen Kinoabend komplett flach fällt sind Liebesfilme. Darunter fallen übrigens auch romantische Komödien und Liebesdramen, wonach wir in mehr als 6 Jahren keinen einzigen Vertreter davon gemeinsam gesehen haben. Gut, er würde das wahrscheinlich anders sehen und es auf meine, von ihm generell als fragwürdig bezeichnete Filmauswahl, schieben. Dass er beim letzten Tribute von Panem Teil alles Stühle und Lichter im Kino gezählt hat, um nicht einzuschlafen wird er mir wohl auch noch die nächsten 6 Jahre vorhalten. Zum Glück habe ich "alleine-ins-Kino-gehen-und-es-super-finden" letzten Sommer während der Hitzewelle für mich entdeckt und kann mich weiterhin im Bereich der Liebesfilme fortbilden.
Ich bin gespannt was heute am Valentinstag zur Prime Time über die Leinwand flimmert. Ich hab gehört "Deadpool" soll spannend sein, für die romantische Note nehmen wir uns Red Velvet Cake mit.



1 Becher Mehl
1/2 Becher Zucker
1 Pkg. Backpulver
3 Eier
80g Butter
3/4 Becher Joghurt
1 TL Vanilleessenz
2 Pkg. rote Lebensmittelfarbe (Pulver)
1 Schuss Rum

1 Pkg. Topfen (Quark)
1 Pkg. Frischkäse
3 EL Vanillezucker
2 EL Puderzucker
100ml Schlagobers (Sahne)

Raffaello

Zuerst werden die Eier getrennt und das Klar zu Schnee geschlagen, während der Dotter mit dem Zucker schaumig gerührt wird. Die kalte Butter wird pdazugerieben und auch das Joghurt kommt hinein. Alles gut verrühren, das Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach darüber sieben. Dann die Vanilleessenz und denn Schuss Rum reingeben, bevor auch die Lebensmittelfarbe eingerührt wird. Zum Schluss den Schnee unterheben und den Kuchen in eine ausgebutterte (kleine, ca. 20cm) Form füllen. Gebacken wird bei 170° Heißluft für ca. 35 Minuten. Nadelprobe machen.
Die Sahne wird steif geschlagen, der Topfen und Frischkäse glatt gerührt. Den Zucker dazu geben und die Sahne unterheben.
Jetzt den Teig halbieren, mit der Creme füllen, Raffaello grob hacken und darauf geben. Nachdem die obere Hälfte drauf ist, wieder mit Creme bestreichen und die Raffaello darüber streuen.





Auf die Liebe(sfilme)!

Sonntag, 7. Februar 2016

Vom (Un)Willen sich zu verkleiden, Faschingskrapfen und Fischbrötchen



Was ist das eigentlich mit dem Fasching und dem Unwillen der Menschen sich zu verkleiden? Während ich als Psychologin viel Verständnis für die Unterschiedlichkeit anderer hab', fällt es mir als Mensch doch sehr schwer diesen Unwillen zu begreifen. Klingt es nicht einfach nur toll in die Rollen seiner Kindheitsträume zu schlüpfen und so vielleicht für einen Tag den Berufswunsch seiner inneren 4. Klässlerin Realität werden zu lassen? Okay, ich gebe zu, ich war noch nie als Polizistin verkleidet und werde es auch dieses Jahr nicht schaffen, aber es wäre eine Möglichkeit. Noch dazu auch eine ziemlich tolle, die die Schultasche am Rücken hin und her springen lassen würde.
Es wird also schnell klar, dass ich mit einem Stirnrunzeln und hängenden Mundwinkeln reagiere, wenn meine Frage nach dem Verkleiden verneint wird. Wenn dies aber auch die Antwort von einem Kind ist, dann bin ich schwer irritiert und rätsle den gesamten Tag über die Gründe dafür. Am Ende hoffe ich einfach auf das Beste und denke mir, dass diese verkleidungsunwilligen Menschen wohl einfach mit ihrer eigenen Rolle rundum zufrieden bzw. bereits Prinzessin oder FBI-Agent sind. Eine Erklärung, die ich z.B. für meine wunderbaren Nichten heranziehen würde – beide bestreiten ihren Alltag aber inkognito, deswegen auch auf den Bildern ohne Krone dafür mit Krapfen. Ihre Kostüme haben sie aber natürlich auch schon ausgeführt.
Für den Tag nach Fasching und somit dem Aschermittwoch hab' ich noch ein paar Fischbrötchen mitgebracht, die man auch ganz ohne Verkleidung essen kann.



250g Mehl
80ml lauwarme Milch
20g Germ (Hefe)
55g zerlassene Butter
1 Ei
1 Eidotter (Eigelb)
2-3 EL Rum
1-2 EL Vanillezucker

1/2 Glas Marillenmarmelade
1l Öl
Staubzucker (Puderzucker)



Zuerst macht man ein Dampfl mit der Milch, dem Germ und einem Esslöffel vom Mehl, das man ca. 15 Minuten an einem warmen Ort und zugedeckt gehen lässt. Anschließend gibt man die restlichen Zutaten hinzu, knetet alles sehr gut durch. Der Teig sollte geschmeidig sein, gern kann noch ein bisschen mehr Mehl oder Flüssigkeit dazu geben, wenn er das noch nicht ist. Die Menge vom Rum hängt übrigens davon ab, ob Kinder mitessen oder nicht. Den Teig lässt man wiederum zugedeckt gehen und zwar bei 50° Ober-Unterhitze im Backofen. Anschließend auf etwas Mehl ausrollen (ca. 2cm dick) und etwa 7cm große Kreise ausstechen, die man auf ein, mit einem Geschirrtuch ausgelegten, Backblech verteilt, wieder zudeckt und für ca. 20 Minuten im Ofen bei 50° weitergehen lässt. In der Zwischenzeit erhitzt man in einem Topf das Öl und backt die aufgegangene Krapfen darin raus. Einmal wenden, rausnehmen, abkühlen lassen und mit der Marmelade füllen, die davor mit Rum verrührt wurde.



Für den Aschermittwoch:
1 Ciabatta
Butter
Zitrone

1 gekochte rote Rübe
Salatblätter
Hüttenkäse
Räucherforelle

Stremmellachs
1/2 Avocado
1/2 Gurke
1-2 TL Oberstes
etwas Dille
Salz

Sardellen
1/2 Schalotte
von jeder Paprikafarbe etwa 1/4

Für die Brötchen mit der der Forelle wird die rote Rübe in feine Scheiben geschnitten und auf eine mit Butter bestrichene Scheibe Ciabatta gelegt. Darauf kommt etwas Hüttenkäse, die Forelle und ein wenig Salatgarnitur.
Wiederum auf Ciabatta mit Butter kommt der Stremmellachs, die Avocado vermischt man mit dem Oberkren, etwas Salz und einem Schuss Zitrone. Die Gurke in feine Scheiben schneiden und auch aufs Brötchen drauf geben. Mit Dille garnieren.
Die Sardellen kommen auch auf ein gebuttertes Ciabatta und oben drauf die klein gewürfelten Paprika und die Schalotte.
Über den Fisch darf jeweils ein bisschen Zitrone.





Auf neue Rollen!

Sonntag, 24. Januar 2016

Geschmackserinnerungen in Form von Germknödel und Brot mit Steirakas




Dass ich mittlerweile auch die Herrschaft über die Küche meiner Mutter an mich gerissen habe, freut sie irgendwie mehr als mich. Der Siegestaumel hat demnach nicht besonders lange angehalten. Als ich sie dann dieses Wochenende wie aus heiterem Himmel gefragt habe, ob sie nicht wieder mal das Brot backen könnte, dass sie in Kindertagen immer frisch aus dem Ofen geholt hat, ist sie aus allen Wolken gefallen. Im Versuch sich das nicht anmerken zu lassen hat sie auch umgehend nach dem Rezept gekramt und mir später voller Freude einen duftenden Laib Brot unter die Nase gehalten. Ich war beinahe so stolz als hätte mir mein eigenes Kind sein erstes Blech Weihnachtskekse präsentiert. Wozu es aber nicht kam, weil mich das Brot gemeinsam mit dem Winterurlaub letzter Woche sofort in eine lang vergessene Zeit zurückgeschickt hat. Der Geschmacks- aber vor allen Dingen der Geruchssinn sind ja fast wie gedankliche Merkzettel. Sie bringen Erinnerungen hervor, an die man nur all zu gern zurückdenkt. Zwei Gerichte, die mich schlagartig 20 Jahre jünger machen, sind Germknödel und Steirakas – Geschmackserinnerungen an die Ramsau und den schönen Dachstein. Genau dort hab ich auch meine Rezepte für den heutigen Beitrag her. Jaja, zwei! Nicht dass ich eine üble Nachrede bekomm', dass ich eine Woche auslasse und auch nix nachliefere. Also hier kommen sie: Mamas Brot mit Steirakas und Germknödel mit Butter und Mohn.



1/2 kg Dinkelmehl
2-3 EL Brotgewürz
1 EL Salz
je 1-1,5 EL Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne
1/2 l warmes Wasser
1,5 Pkg. Trockengerm
3 EL Apfelessig

Butter
Steirakas

Im Wasser wird der Germ aufgelöst und im Warmen stehen gelassen. Danach kommen alles anderen Zutaten dazu, werden vermengt und bei 50° Ober-Unterhitze gehen gelassen. Die Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig hinein geben und ca. 1 Stunde bei 200° Heißluft backen.




1/2 kg Mehl (universal)
15g Germ
1 Tasse lauwarme Milch (mittelgroß)
2 Eier
50g Butter
50g Zucker
1 TL Salz
1 Glas Powidl
geriebener Mohn, Puderzucker und zerlassene Butter (ca. 100g)





Der Germ wird in der Milch aufgelöst und mit etwas Zucker gehen gelassen. Danach die Butter schmelzen und gemeinsam mit allen anderen Zutaten hinzu geben. Alles gut durchkneten und an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen (auch hier kann man wieder die 50° des Ofens nehmen). Danach zweigt man sich vom Teig 6-8 Knödel ab, drückt sie platt und füllt sie mit dem Powidl. So rasten sie nochmals auf einem bemehlten Brett für weitere 15 Minuten. Dann sind sie bei mir in den Dampfgarer gewandert, in einem ausgebutterten Lochblech bei 100° für 14 Minuten. Man kann sie aber auch für 5-6 Minuten in kochendes Wasser geben, danach umdrehen, mit einer Nadel mehrmals anstechen und nochmals für ca. 5 Minuten im offenen Topf kochen lassen.
In der Zwischenzeit wird die Butter geschmolzen, die so wie der Mohn und der Zucker über die Knödel kommt.



Liebe Grüße aus der Kindheit!

Sonntag, 3. Januar 2016

Sternenhimmel, Star Wars und Eiskoch



Der Sternenhimmel einen Tag vor dem 31.12. war beinahe so schön wie das Feuerwerk zur Jahreswende. Zumal er auch eine passende Ankündigung für die alljährliche Tradition von der Liebe und mir war, die dieses Jahr im Zeichen der Sterne stand. Heißt: zum silvesterlichen Kinobesuch gab's Star Wars. Als jemand der morgens häufig als Wookiee bezeichnet wird, aber nur wenig Episoden gesehen hat, ist mein Wissen über dieses Universum als durchschnittlich einzuschätzen. Ersteres ist zwar nebensächlich, könnte aber auf Aussprache oder Frisur zurückzuführen sein – man weiß es nicht. Meine Einstellung gegenüber der Filmauswahl war ambivalent, was einerseits an der Spannung auf die Fortsetzung der Geschichte rund um Joda (und dann war der nicht mal dabei!) lag, andererseits aber auch an dem extremen Merchandising – immerhin musste ich während dem Einkaufen mit der Liebe diskutieren, warum wir keine Lichtschwert-Kerzen statt Wunderkerzen kaufen. Da ich mich durchgesetzt habe und das Sprühen der Kerzen doch so schön zum Film und dem Jahreswechsel passt, darf ich die erste Leckerei des Jahres mit Wunderkerze präsentieren. Ein Eiskoch – eine Abwandlung dessen was ich letztes Jahr (ja, die Zeit vergeht) im Fernsehen gesehen hab. Man merkt den medialen Einfluss. Wer mehr zum Eiskoch weiß, möge mir bitte davon berichten.



4 Eier
90g Zucker
100ml Schlagobers
300ml Milch
1 EL Vanilleextrakt
ca. 1/2 Brioche
ca. 4 EL geriebene Mandeln
1/2 Glas Preiselbeermarmelade
Butter
2 Eiklar
40g Zucker
Limettensaft
Mandelblättchen

Das Schlagobers, die Milch, 90g Zucker, das Vanilleextrakt, zwei ganze Eier und zwei Eidotter werden miteinander verrührt. Anschließend buttert man eine Auflaufform aus und bestreut sie mit geriebenen Mandeln. Hinein kommen Scheiben vom Brioche, die man von der Rinde befreit und in der Milch-Mischung getränkt hat und zwar so, dass zuerst eine Schicht entsteht. Dann verstreicht man darauf Preiselbeermarmelade und gibt anschließend wieder eine Schicht getränkten Brioche darauf. Jetzt den Rest der Mischung darüber gießen und ab in den Backofen bei 170° Heißluft bis es zu stocken beginnt. In der Zwischenzeit werden insgesamt 4 Eiklar zu Schnee geschlagen, dazu kommen 40g Zucker und ein Spritzer Limettensaft. Der Brioche-Auflauf kommt aus dem Ofen, wird erneut mit Marmelade bestrichen und mit dem Eischnee zugedeckt. Oben drauf noch die Mandelblättchen und wieder ab in die Wärme für ca. 10 Minuten.









Ein süßes 2016!

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Bratapfeltörtchen – Nachspeise für das Weihnachtsmenü


23. Dezember, 21.00 Uhr: "Kannst du mir helfen die Wäsche abzuhängen?" "Um die Uhrzeit noch?" Natürlich war ich schon viel zu müde und gerade mit einem Stück Schokolade unter die Decke gekuschelt. Im Fernsehen laufen die kitschigsten aller Weihnachtsfilme und von Kitsch kann ich mich ja nie besonders gut loseisen. "Ja, morgen ist Rauhnacht." Der Begriff kam mir zwar irgendwie bekannt vor, trotzdem habe ich ein riesiges Fragezeichen im Kopf gehabt. Neben diesem Fragezeichen tauchte aber auch ein Bild meiner Mutter, wie sie mit einer rauchenden Schale durch das Haus geht, vor meinem inneren Auge auf. Dieser Anblick von ihr kam mir von früher in Erinnerung – wie sie mich aktiv unterstützen wollte meinen ersten Liebeskummer zu bekämpfen. Das ausräuchern böser Geister wird dadurch ganz schön in seiner Bedeutung erweitert. Mir gefällt's. So wie ich sowieso den meisten alten Bräuchen etwas abgewinnen kann, sie hinterlassen ein Gefühl von Heimeligkeit. Besonders an Weihnachten.




Kekse:
125g Mehl
1 TL Backpulver
70g Butter
35g geriebene Mandeln
45g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Eigelb

Kuchenteig:
2 Eier
1 Becher Mehl
1 Becher Mandeln
1/2 Becher Öl
1/2 Becher Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Becher Joghurt
Zimt, Nelken (gemahlen)
Schuss Amaretto
1 Pkg. Backpulver
1 Apfel

Extra:
Äpfel
Vanilleextrakt
Butter
Marzipan
Staubzucker
Vanilleeis



So früh es geht werden die Kekse zubereitet, dafür verknetet man einfach alle Zutaten und lässt den Teig für mindestens eine 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. Danach wird er ausgerollt und die Kekse ausgestochen, so kommen sie für ca. 10 Minuten bei 180° Ober-Unterhitze in den Backofen.
Danach widmet man sich den Kuchenteig. Dafür werden die Eier getrennt und Schnee geschlafen. Anschließend verrührt man das Eigelb, Zucker und Vanillezucker, bevor auch schon das Joghurt und die Mandeln dazu dürfen. Das Mehl vermengt man mit dem Backpulver und siebt es über die Masse. Auch das Öl, Zimt und Mandeln kommen noch hinein. Jetzt den Apfel reiben und unterheben. Ein Schuss Amaretto und den Schnee unterheben. Einfüllen in kleine Förmchen und ca. 20 Minuten bei 170° Heißluft backen.
Für die Zwischenschichten schneidet man den Apfel in dünne Scheiben und sticht das Kerngehäuse aus. In einer Pfanne erhitzt man etwas Butter, gibt dann das Vanilleextrakt dazu und wendet darin die Scheiben, bis sie weich sind. Für die Marzipanschicht wird die Rohmasse auf Staubzucker ausgerollt und danach wieder Scheiben ausgestochen. Ist alles abgekühlt wird gestapelt und mit einer kleinen Eiskugel versehen.





Ich wünsche euch heimelige Weihnachten!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Cranberry Cake (upside-down) mit weißer Schokolade ODER ein Geschenk an den Nikolaus



Als Kindergartenkind hab ich mich über den Nikolaus gefreut, zumal ja dann klar war, dass mein Geburtstag nicht mehr weit ist. Wir saßen im Sesselkreis, sangen ihm ein Lied, er fragte, ob wir auch brav waren (eine Selbstverständlichkeit für mich) und hinterließ beim Gehen eine Spur aus Mandarinenschalen. Damit hatte es sich dann bis zum nächsten Jahr erledigt. Eine besondere Vorfreude empfand ich ihm gegenüber eigentlich nicht. Vor allem dann nicht mehr, nachdem ich in den Volksschuljahren eine starke Ähnlichkeit zwischen ihm und dem hiesigen Pfarrer aka Religionslehrer bemerkte. Ein Mann, dessen Namen ihn in diesen Beruf quasi hineindrängte. Pfarrer Gottwald schien allein aufgrund der verblüffenden Namensgebung (ja, sie muss nochmals erwähnt werden) einen besonderen Draht nach oben zu haben, er wusste aus erster Hand, dass 8-Jährige schon zu beichten hatte. Ich hingegen wusste nicht so genau, was ich ihm durch den Vorhang hindurch so erzählen sollte. Es schien mir weise mit den Klassikern zu gehen also erzählte ich ihm, dass ich mit meinem Bruder gestritten, das eine oder andere Mal geflunkert oder ein Keks von der Süßigkeitenschublade heimlich einsteckt habe.



Der Plan ging voll auf, er gab sich zufrieden und um die Flunkerei hatte ich ja bereits um Vergebung gebeten. Mein Bild eines Priesters oder Pfarrers hat er aber dennoch stark geprägt, sei es allein wegen des Rosenkranzes, den ich trotz der geringen Schwere meiner Vergehen beten musste. Somit besuche ich die Kirche nur alle heiligen Zeiten (man freue sich über das Wortspiel), war nie wieder beichten und bin gegenüber Personen, deren Namen "Gott" an irgendeiner Stelle enthält, grundsätzlich skeptisch eingestellt.
Weniger skeptisch, sondern gar voller Euphorie war ich heute als ich dem Nikolaus ein Cranberry-upside-down Cake gebacken habe.

115g Zucker
100g Butter (zimmerwarm)
3 Eier
1/2 Becher Sauerrahm
150g Mehl
1 Pkg. Backpulver
50g weiße Schokolade
ca. 1 TL Ahornsirup



ca. 3-4 Tassen Cranberries
1/2 TL  Zimt
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Nelken (gemahlen)

Zuerst wird eine Kuchenform ausgebuttert und der Boden mit einer Mischung aus dem Zimt, braunen Zucker und Nelken bestreut. Anschließend legt man die Cranberries drauf, sodass sie eng nebeneinander liegen.
Danach schlägt man die Butter mit dem Zucker auf, gibt das Eigelb dazu und schlägt aus dem Eiweiß Schnee. Jetzt die Schokolade schmelzen und überkühlen lassen. Zu der Mischung kommt der Sauerrahm, das Mehl wird mit dem Backpulver vermischt und darüber gesiebt. Drunterziehen, auch die Schokolade und den Ahornsirup einrühren und den Schnee unterheben. Den Teig auf die Cranberries geben und bei 170° Heißluft ca. 30 Minuten backen.





Einen braven Nikolaus!