Posts mit dem Label Suppe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Suppe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 21. Juni 2015

Spargelsuppe mit Tomaten – Sommermenü die 1.



Ich bin ja nicht gar so der Hitze-Fan, während andere in der Sonne brutzeln, denk ich an faltenfreie Haut und genieß mein Eis im Schatten. Ob es tatsächlich so ein gutes Mittel gegen die feinen Linien ist, die wohl oder übel ohnehin irgendwann auftauchen/tiefer werden, wird sich in den nächsten Jahren herausstellen. Ist dem nicht so, tröst' ich mich zumindest mit dem Gedanken mich nicht auf der Gartenliege gefoltert zu haben. Besonders toll sind aber die lauen Sommernächte, mit einer leichten Brise und einem Gefühl von Leichtigkeit. Die Pflichten hinter sich gelassen, bieten sie sich auch dazu an durchgetanzt zu werden. Völlig oldschool wär's jetzt einfach in einen Club zu gehen – ungemein hipper sind dagegen Veranstaltungen wie "silent disco". Wer die Ironie spürt, dem sei ein wenig recht gegeben, aber mein völlig unhippes Gemüt war trotzdem ziemlich angetan davon. Ganz ehrlich! Wollen die Ohren kurz mal Pause, werden die Kopfhörer kurzerhand abgesetzt und um sich zu unterhalten muss man sich ausnahmsweise mal nicht anschreien. Irgendwie erstaunlich, dass man den Tag danach trotzdem heiser verbringt. Liegt wohl an dem lauten Mitsingen, das ganz schön peinlich werden kann, wenn die Kopfhörer eben mal nicht drauf sind.
Aus (vorgeschobenen) Gründen der Peinlichkeit, ist heute ein gemütlicher Tag zuhause angesagt. Dank meiner Singstimme versuche ich also meinen Ruf wiederherzustellen – ganz ohne singen, dafür mit dem Auftakt zu einem feinen Sommermenü. Dabei treffen der letzte Spargel und die ersten Tomaten aufeinander.



1 Bund Spargel
500ml leichte Gemüsebrühe
Zucker
Salz, Pfeffer
20g Butter
150ml Milch
120ml Schlagobers (Sahne)
15g Mehl
1 Eigelb
Muskatnuss
Weißwein
1 Ochsenherztomate
1/2 frischer Knoblauch
Oregano
Olivenöl

Zuerst wird die Gemüsebrühe erhitzt und mit ein wenig von der Butter, etwas Salz und einer Prise Zucker versehen. Bis sie kocht schält man den Spargel, schneidet die unteren Enden ab und gibt letztere gemeinsam mit den Schalen in das Wasser, wo man alles für ca. 20 Minuten köcheln lässt. In der Zwischenzeit wird der Spargel in ca. 1-2cm große Stücke geschnitten und auch die Tomaten werden in Scheiben transformiert. Die Tomaten kommen in eine ofenfeste Form, die bereits mit reichlich Olivenöl daher kommt. Dazu kommt noch der frische Knoblauch und bestreut wird mit Zucker, Pfeffer, Salz und Oregano. Ab in den Ofen bei 180° Heißluft für 15-20 Minuten.
Jetzt das Spargelwasser durch ein Sieb in ein anderes Gefäß füllen und wieder zurück in den Topf geben. Dort kommt noch die Milch dazu und auch die Spargelstückchen. So bleibt das für ca. 10 Minuten auf mittlerer Hitze. Danach wieder durch das Sieb, damit die Stückchen nicht zu weich werden. Bevor die Flüssigkeit wieder in den Topf kommt, zerlässt man die Butter mit dem Mehl darin. Jetzt ein Schuss Weißwein, kräftig rühren und nach und nach die Suppe wieder dazu geben. (Wenn die Flüssigkeit schon sehr reduziert ist, kann man noch Brühe oder auch Milch nachgeben.) Jetzt ca. die Hälfte der Spargelstückchen reingeben und pürieren. Auch das verquirlte Eigelb darf dazu. Besonders toll wird die Suppe durch das Schlagobers, weil es geschlagen wird bevor es in die dazu kommt. Abschmecken mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer und die Spargelstücke wieder rein geben. Die Tomaten werden zerdrückt und so auf der Suppe im Teller platziert.





Einen gemütlichen Rest-Sonntag!


Sonntag, 15. März 2015

Ein Ausflug in Hansls Bauernstube ODER Tirolerknödel


Die Elfi ist ja mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund und der Vorhang öffnet sich hier ganz oft für sie und ihre Geschichten. Da bleibt einer fast ein wenig auf der Strecke – der Hansl. Ihre bessere Hälfte sozusagen. Man merkt's ihm meist auch an, dass er ein kleines bisserl traurig is, wenn die Elfi mal wieder zum "Shoot" kommt, obwohl er vorher den Keller auf Küchenutensilien durchforstet hat. Deswegen ist er heut mal dran. Mit einem kleinem Portrait über den Giovanni. Wer das jetzt wieder is'? Na, eh der Hansl. Mit seinem ursprünglichen Namen, zumal er gebürtiger Südtiroler ist. Eingebürgert wurde er zu einer eher weniger rosigen Zeit, was ihn dazu brachte, seinen Blick nach vorn zu richten und das letzte Wort Italienisch zu vergessen. Bis heut' will ihm keiner so recht glauben, dass er wirklich nix mehr von seiner zweiten Muttersprache versteht. Viele Jahre hat's gedauert, bis er seine Heimat wieder mal besucht hat und seit dem ist die Liebe wieder neuentfacht. Wenn er auf Urlaub will, will er nach Südtirol und wenn er nach Südtirol will, dann will er zuerst so richtig guade Tirolerknedel essen. Seine Leibspeis wie er immer sagt, die ich ihm gern mach'. Besonders jetzt, da er von einer Südtiroler Zeitung eine Schürze geschenkt bekommen hat und in der Küche ordentlich mitwirkt. Gespeist wird in seiner Bauernstubn im (eh klar) Südtirol-Stil, ein Stückerl Heimat für ihn.





200g Semmelwürfel
1-2cm dicke Speckscheibe
2 Eier
1 EL Grieß
2 Schalotten
100ml Milch
Butter
Salz, Pfeffer
Petersilie

1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
2 cm Ingwer
1-1,5l Wasser
2 Pimentkörner
2 Wacholderbeeren
2-3 schwarze Pefferkörner
2 Lorbeerblätter
Pflanzenöl
Salz

Röstzwiebel



Zuerst beginnt man mit der Suppe, damit das Gemüse schön seinen Geschmack abgibt. Dazu wird zuerst die Zwiebel geviertelt und in etwas heißem Öl in einem großen Topf so richtig angebrutzelt. Dabei darf sie ruhig braun/schwarz werden. Dann kommt auch schon das grob geschnittene Suppengrün und der Ingwer dazu. Aufgegossen wird mit dem Wasser und schon dürfen Pimentkörner, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblätter und Salz dazu.
Während die Suppe köchelt macht man sich an die Knödel. Die Semmelwürfel kommen in eine große Schüssel und der Speck wird in feine Würfel geschnitten. In einer Pfanne zerlässt man die Butter und gibt zwei gewürfelte Schalotten dazu. Die dürfen eine Runde schwitzen, bevor mit der Milch sozusagen abgelöscht wird. Die Mischung wird mit Salz und Pfeffer gewürzt und über die Semmelwürfel gegossen. Dazu kommen noch 2 Eier, der Speck, 1 EL Grieß und fein gehackte Petersilie. Jetzt wird's verknetet und es werden daraus kleinere Knödel geformt, die man zuerst in Frischhaltefolie und danach in Alufolie verpackt. So landen sie für ca. 10 Minuten in siedendem Wasser.
Sind die Knödel fertig, können sie auch schon mit der Suppe serviert werden. Darüber streut sich der Hansl gern noch Petersilie und ein paar Röstzwiebel.



Südtirol wie bist du schön,
einst musste als Kind ich von dir gehen,
ich war noch zu klein,
um es zu verstehen,
erst später wurde mir klar,
was einst mit Südtirol geschah.
Viele Jahre mussten vergehen,
bis ich Südtirol, meine alte Heimat,
konnte wieder sehen.
                                                              Giovanni aka Hansl

Sonntag, 16. November 2014

Vom Suppenkasper und roten Rüben


Nachdem's auch letzte Woche schon Suppe gab, bleibt nur zu hoffen, dass bei der zweiten in Folge kein Suppenkasper auf die Barrikaden steigt. Nicht, weil ich's nicht ertragen würd', dass jemand genug von meinen Suppen hat, sondern vielmehr weil mir diese Geschichten rund um den Suppenkasper schon immer ein bisserl Angst gemacht haben. Der Suppenkasper, der völlig abgemagert am 5. Tag stirbt, der Daumenlutscher, der am Ende ohne Daumen dasteht – ja, beide haben mir schon recht Leid getan. Nicht nur, weil ich kein Blut sehen kann. Seit dieses Buch aus dem Regal verbannt wurde, ist mir damals schon leichter um's Herz g'worden. So Kindergeschichten, die zu Albträumen werden, hat aber wohl jeder. Wenn die Titelmelodie von Pinocchio im Fernsehen zu hören war, hat vermutlich nicht nur mein Bruder gesagt:" Opa? Eigentlich muss i gar nimma fernsehen..."



Märchenfiguren hin oder her, diese rote Rüben Suppe erfreut bestimmt die Mägen:

2 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
3 rote Rüben (Beete)
2 Kartoffeln
1 Petersilienwurzel
ca. 1l Gemüsebrühe
1/2 TL Paprikapulver
1 TL Liebstöckel
1 TL gemahlener Kümmel
1 Zitrone
200ml Kokosmilch
schwarzer Pfeffer
frischer Koriander
Kokosspäne
Pflanzenöl



Das Öl wird in einem großen Topf mit dem Paprikapulver erhitzt, bevor die Schalotten und gleich darauf auch die Knoblauchzehen dazu kommen. Beide in gewürfelter Form. Jetzt mit der Gemüsebrühe ablöschen und Deckel drauf. Nun beginnt das große Schnibbeln: die Rüben, Kartoffeln und Petersilwurzel werden in kleine Würfel geschnitten. Ist das erledigt landen alle Würfel in dem Topf und erfreuen sich dem Liebstöckel, dem Kümmel und auch der Zitronenschale. So lässt man alles für gute 10 Minuten köcheln – solang bis die Würfelchen pürierbereit also weich sind. So kommt noch die Kokosmilch und der Saft der Zitrone rein. Wer ein paar Gemüsewürfel als Einlage möchte, fischt sich diese raus bevor das große Pürieren beginnt. Ist alles schön fein püriert kommen sie wieder rein und werden von einem Spritzer Kokosmilch, ein paar Tropfen Zitronensaft, den Kokosspänen und dem gehackten Koriander getoppt.



Ein schönes Kaspern!

Mittwoch, 12. November 2014

Wiener in München – oder Süßkartoffelsuppe zum Wärmen


Als bekennender Wienliebhaber lass' ich so schnell nix über meine Wahlheimat kommen. Da hilft auch kein Psychologenkongress (an dem wir Wienerpsychostudis uns ein Beispiel nehmen könnten) in München. Ganz in Hauptstadtmanier wird g'sudert: "Das Unigebäude könnt' aber schon schöner sein..." oder "In die Clubs kommt man auch nur mit mindestens 10cm hohen High Heels (die man als Tourist getrost aus dem Gepäck weglässt)..." Nun gut, über die Türsteherpolitik im Herzen Bayerns werd ich wohl noch länger den Kopf schütteln – aber was des einen Türsteher sind, sind des anderen Grantler. Schlussendlich musst' ich mir am Heimweg schon eingestehen, dass München wenn schon nicht mit einem altehrwürdigen (Psychologen-)Unigebäude, aber doch mit tollen Studienbedingungen aufwartet. Die geringere Einwohnerdichte überzeugte auch und die gemütlichen Straßen haben schön zum Schlendern eingeladen. Vor allem der englische Garten lässt ein Städterherz höher schlagen.
Alles in allem war's schön – auch wenn's im November schon ein bisserl kalt war. Aber dagegen kann man ja auch Suppe essen. Vielleicht eine mit Süßkartoffeln?



2 Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün (davon: Lauch, 1 Karotte, 1/2 Petersilienwurzel, 1/4 Sellerie)
Ingwer
750ml Gemüsebrühe
125ml Kokosmilch
1/2 TL Kreuzkümmel
Chili
1 TL Currypulver
Paprikapulver
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

Petersilie, Chiliöl

In einem Topf wird etwas Öl mit Paprikapulver erhitzt, in den die grob gewürfelte Zwiebel, Karotten, Süßkartoffel und das Suppengrün wandern. Auch etwa 2cm großes Stück Ingwer kommt dazu. Ist alles etwas angebraten, darf die Gemüsebrühe nicht fehlen, in der alles für ca. 10min köchelt. Ist das Gemüse weich wird es püriert und anschließend mit der Kokosmilch und den Gewürzen verfeinert.
Ist die Suppe erst mal in einem Teller wird sie nochmals mit etwas Kokosmilch, Chiliöl und Petersilie garniert.





Suppen schmecken überall!

Sonntag, 10. August 2014

Der letzte Widerstand ist gefallen – Tomatensuppe mit Knoblauchöl



Letzte Woche gab's ja Eis – als letzter Widerstand gegen das Wetter. Seit dem gab's ein paar Sonnenstunden, aber auch den einen oder anderen Regentropfen in Kombination mit Blitz und Donner. Nun gut, dann fügt man sich diesem April-... äh ... Sommerwetter und stellt sich in die Suppenküche. Aber die Suppe soll wenigstens so richtig frisch schmecken und nicht nur die Wärme spüren lassen. Sind die ersten Tomaten im Gewächshaus schon bereit? Klar! Sie stehen schon in den Startlöchern und wollen ein wenig mediterranes Flair auf den Tisch zaubern. Die meinen's halt noch gut mit einem. Deswegen gibt's eine wunderbare Tomatensuppe mit Knoblauchöl.



4 Tomaten
4 Stangen Sellerie
4 Karotten
1 Lauch
2 Petersilwurzeln
etwas Ingwer
brauner Zucker
1 Dose Tomaten
1-2 EL Tomatenmark
Gemüsebrühe
Basilikum, Oregano, Petersilie
Chili
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 Zehe Knoblauch
Pinienkerne



Etwas Olivenöl wird in einem großen Topf erhitzt. Darin werden der Stangensellerie, die Karotten, der Ingwer, der Lauch und die Petersilwurzeln scharf angebraten. Und zwar alles grob stückig. Jetzt etwas brauner Zucker d'rüber und sich den Tomaten zuwenden. Die werden nämlich auch in Stücke geschnitten und kommen in dem Topf nachdem das Tomatenmark d'rin gelandet ist. So wird nochmals gebraten und mit etwas Gemüsebrühe aufgegossen. Danach kommt die Dose stückige Tomaten hinein, genauso wie Gewürze, etwas Chili, Salz und Pfeffer. Jetzt darf alles köcheln – für ca. 30 Minuten.



In der Zwischenzeit wird das Knoblauchöl vorbereitet. Dazu wird Olivenöl in einem kleinen Topf erwärmt. Es darf nicht zu heiß werden, weil sonst die gepresste Knoblauchzehe verbrennt, die jetzt dazu kommt. Der Knoblauch darf nicht verbrennen, weil er sonst bitter wird.
Die Suppe wird nun püriert, nochmals abgeschmeckt und in einen Teller angerichtet. Oben d'rauf kommt das Knoblauchöl, die Pinienkerne und noch ein bisserl Petersilie.



Grüße vom Suppensommer!

Sonntag, 2. Februar 2014

Tampopo und die Nudelsuppe


Zu Schulzeiten glaubt man so gut wie durchgehend, dass man das dort gebotene Wissen später eh nie brauchen wird. Immerhin gibt's ja Taschenrechner, die Autokorrektur und mittlerweile auch schon Siri. Vor allem als Teenager ist man fester Vertreter dieser Ansicht.



So geht's einem also auch, wenn man im Unterricht einen Film über Nudelsuppe sieht. Damals wusste man ja noch nicht, dass eventuell auch im Erwachsenenalter Selbstgekochtes doch recht gut kommt. Die Betonung liegt klar auf S E L B S T – Mamas wollen halt irgendwann auch nicht mehr.
Sei's wie's sei: der Film war aber kein Lehrfilm, in dem Sinn, zumal es in der von mir besuchten Schule auch keinen Kochunterricht gab. Aber trotzdem bringt er einem etwas bei: Ein Gefühl für Nudelsuppe. Und zwar asiatische. Gespickt mit viel Humor und einem Hauch Erotik – mal wieder ganz nach dem Motto: Liebe geht durch dem Magen. Nachdem es gilt die beste Nudelsuppe zu finden, gibt's für "Tampopo" (so heißt der Film nämlich) auch hier einen Vorschlag:

1 Zwiebel
3 zerdrückte Knoblauchzehen
1Karotte
1 Tomate
brauner Zucker
Reiswein
Sojasauce
1,5l Gemüsebrühe
frischer Koriander
schwarzer Kardamom
4 Nelken
2 Sternanis
ca. 4cm Ingwer
Chili
Salz
schwarzer Pfeffer
Hühnerfilet

Pak Choi
Sojasprossen
Limette





Zuerst wird die Zwiebel geviertelt und gemeinsam mit der länglich geschnittenen Karotte, 2 zerdrückten Knoblauchzehen und klein geschnittenem Ingwer in Öl scharf angebraten. Nachdem die grob gewürfelte Tomate auch dazu gewandert ist, wird mit dem braunen Zucker etwas karamellisiert und anschließend mit einem Schluck Reiswein und Sojasauce abgelöscht. Aufgegossen wird mit der Gemüsebrühe und schon kommen alle Gewürze dazu: der frische Koriander, der schwarze Kardamom, die Nelken, die Sternanis, der schwarze Pfeffer, etwas grobes Salz und auch ein kleines Stück Chili. Das alles darf jetzt ca. 1 Stunde leicht vor sich hinköcheln.
Schön gemütlich brät man das Hühnerfilet im Ganzen in etwas Öl scharf an. Wenn's auf beiden Seiten gebräunt ist, kommt wieder etwas Reiswein und Sojasauce dazu. Auch die letzte zerdrückte Knoblauchzehe darf mitbraten, genauso wie nochmals etwas Ingwer. Danach schneidet man das Filet in dünne Scheibchen und gibt's in die Suppe. Jetzt kann's weiter köcheln. 1 Stunde wär nicht schlecht, wenn's der Hunger zulässt.

Hat man ein bisserl gewartet, schneidet man den Pak Choi einmal längs durch und bereitet auch schon mal die Sojasprossen vor. Die Nudeln kocht man auch schon mal in gesalzenem Wasser. Jetzt kann die Suppe durch ein Sieb, wobei man das aus dem Sieb fischt, was man noch gern als Einlage drin hätte. Wer z.B. die weichen Karotten so mag wie ich, gibt sie wieder in die gesiebte Suppe. In 2 EL der Suppe und etwas Wasser brät man kurz den Pak Choi und die Sprossen und schon kann alles in eine Schale. Abgerundet wird mit einem Spritzer Limettensaft.

Itadakimasu!







Sonntag, 8. Dezember 2013

X-MAS Dinner – Die Vorspeise


Während andere Kekse backen und Last Christmas schmettern, wird hier gebacken und auch noch gekocht. Gibt's nicht? Doch. Immerhin muss ja das Weihnachtsdinner kreiert werden, weswegen diese Woche eine Vorspeise zum Besten gegeben wird, die klassisch, regional und dazu auch noch weihnachtlich ist. Ja, ja. Das volle Paket, kann man sagen. Wer sich jedes Jahr auf's Neue die Haare rauft, weil die Ideen für den Abend der Abende einfach nicht kommen wollen, darf sich entspannt zurücklehnen, einen Keks in den Mund schieben und gemütlich weiterlesen. Ein Service wird hier geboten. Darf's noch ein Kaffee dazu sein?
Aber genug der Lobhudelei, dazu ist auch noch genug Zeit, wenn die Wurzelsuppe mit Orangen-Olivenöl vor einem steht. Ist dem nicht so, gibt's ja auch noch die Geschenke, über die sich gefreut werden kann.



Zum richtigen Wurzeln braucht's:
3-4 Pastinaken
3-4 Petersilienwurzeln
1/4 Sellerie
2 gelbe Karotten
2 Bananenschalotten
Schuss Noilly Prat
Chili
Muskatnuss
Rosmarin
Liebstöckel
Pfeffer, Salz
1,5 l Gemüsebrühe
1/2 Becher Sahne
Orange
Olivenöl





In Öl schwitzt man die geschnittenen Schalotten an, löscht mit Noilly Prat ab und befördert anschließend alles an Wurzelgemüse in gewürfelter Form in den Topf. Mit heißer Gemüsebrühe wird immer wieder aufgegossen. Gewürzt darf natürlich auch schon werden. Ist alles schön weich gekocht, zückt man den Pürierstab und lässt keine Wurzel entkommen. Danach lässt man die Suppe nochmals aufkochen. In der Zwischenzeit vermischt man den Saft der Orange mit dem Olivenöl und schlägt die Sahne steif. Wem's noch nicht feurig genug ist, darf sich mit der Chilimühle austoben oder generell noch ein wenig nachwürzen. Ist die Suppe im Teller, kommt ein Sahnehäubchen oben d'rauf und das Öl wird darüber geträufelt.



Lasst das (Weihnachts-)fest beginnen!


Dienstag, 17. September 2013

Standhafter Kürbis

Der Klimawandel ist der größte Feind des Altweibersommers. Der erste Schnee soll auch schon gefallen sein, hört man's munkeln. Im Radio. Einstweilen reicht einem in tieferen Gefielden auch schon der Regen, es schüttet mittlerweile schon bei 13°. Brrr. Im Advent wird man sich bei 20° dann wieder sehnlichst ein paar Schneeflockerl und diese Temperaturen zum großen Bibbern herbeiwünschen. Man hat's halt nicht leicht – will man immer das, was man nicht haben kann. Eigentlich wär' da jetzt ein Vergleich mit Locken oder glatten Haaren bei Frauen recht passend.



Was man aber auf jeden Fall will und da können auch schmelzende Eisschollen nix d'ran ändern, ist: Kürbis. Und genau den gibt's jetzt auch – pünktlich der Gute. So schnell lässt sich dieses Gemüse nämlich nicht in die Flucht schlagen. Er ist ja auch kein Schwammerl.
Schlürft man ein paar Löffel Kürbissuppe ist der Regen, der an's Fenster prasselt, fast schon wieder romantisch und die Decke auf dem Sofa eigentlich auch ganz kuschelig. Gemütlich halt.



Bevor man die Nässe von innen so richtig genießen kann, muss natürlich noch die wärmende Flüssigkeit her und dazu braucht man:

1 Hokkaidokürbis
3 Karotten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Kartoffeln
1 Orange
Ingwer (so groß wie ein halber Daumen)
Schuss Weißwein
ca. 500-800ml Gemüsebrühe
Muskatnuss
Curry
1/2 Dose Kokosmilch
Salz, Pfeffer

Kürbiskernöl
Körnermischung
Rahm



Alles was man jetzt so an Gemüse vor sich hat, schneidet man in Stücke – wobei die Größe nicht entscheidend ist. Außer bei den Karotten und den Kartoffeln, die sollten lieber ein bisserl kleiner sein. Alles rein in einen Suppentopf, in dem man schon Olivenöl erhitzt hat, und etwas anrösten. Ist das getan, löscht man mit dem Saft einer Orange und dem Schuss Weißwein ab. Danach kommt die Brühe nach und nach hinein, wobei das Gemüse immer bedeckt sein sollte. Jetzt wird gewürzt und geköchelt. Letzteres solang bis die Karotten weich sind, dann ist der Rest nämlich auch bereit dazu püriert zu werden. Davor kommt aber noch die Kokosmilch dazu. Ist alles püriert, kann man selbst entscheiden, ob man's noch gern ein wenig flüssiger mag, ist dem so gibt man einfach Wasser rein, bis die Konsistenz dem Wunsch entspricht. Jetzt noch abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
Gekrönt wird mit einem Löfferl Rahm, Kürbiskernöl und den Körnern.




Ein herbstlicher Genuss!