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Sonntag, 6. September 2015

Spätsommer Ravioli ODER winter is coming



Es ist geschafft! Die letzte Hitzewelle und somit auch der Sommer liegen hinter uns. Der September hat den August endlich abgelöst und die Beschwerden über den Regen die über's Schwitzen. Bis auf die Temperaturen hat sich also nicht b'sonders viel geändert. Ein Grund die Stimme für den Herbst zu erheben. Der Nebel und die rauchige Luft sorgen für eine ganz spezielle Atmosphäre, die bunten Farben der Blätter stellen die ausgedörrten Wiesen des Hochsommers in den Schatten und da nicht mehr geschwitzt wird, kann man auch wieder näher zusammenrücken. Besonders verlockend ist auch, dass man immer die Möglichkeit hat mehr Schichten anzuziehen, während die 40° es trotzdem nicht erlauben nackt durch die Straßen zu wandeln. Ist das nicht ein wahres Killer-Argument? Wer jetzt noch nicht völlig überzeugt ist, dem hilft an dieser Stelle nur noch eine Drohung: winter is coming! Nicht schockierend genug, weil alle Staffeln Game of Thrones so manche kalte Winternacht erwärmen? Dann hilft nur eins – den September einfach als Spätsommer bezeichnen und Ravioli aus südlicheren Gefilden genießen.



400g Mehl
100g Grieß
75ml Wasser
3 EL Olivenöl
1 TL Salz
3 Eier

Vegetarier-Füllung:
125g Ricotta
70g Gorgonzola
1 Feige
1 Handvoll Walnüsse
Salz, Pfeffer
1 TL geräucherter Ricotta

Fleischesser-Füllung:
125g Ricotta
italienische Salami
5 getrocknete Tomaten
1 TL Fenchelsamen
1 TL geräucherter Ricotta
Salz, Pfeffer

Ei
Butter
Salbeiblätter




Für den Teig werden das Mehl, Grieß, Wasser, Olivenöl, Salz und die 3 Eier miteinander vermengt und und zu einem glatten Teig verknetet. Er wird zwar nicht aufgehen, es schadet ihm aber nicht, wenn er's anschließend ein wenig warm hat, damit er geschmeidig bleibt.
Die vegetarische Füllung hat als Basis Ricotta, dann gibt man den Gorgonzola in groben Stücken hinein, hackt die Walnüsse und zerteilt auch das Innere der Feige. So wird alles miteinander verrührt bis sich eine homogene Masse ergibt, die man mit Salz, Pfeffer und dem geräucherten Ricotta abschmeckt.
Auch die andere Füllung braucht Ricotta, daneben kommen aber noch Fenchelsamen hinein, die man zuerst mörsert. Von der Salami schneidet man 7 feine Scheiben ab und würfelt sie, genauso wie die getrockneten Tomaten. Gewürzt wird wieder mit dem geräucherten Ricotta, Salz und Pfeffer.
Den Teig lässt man einige Male durch die Nudelmaschine bis er dünn ist und verarbeitet werden kann. Die vorletzte Stufe (6) der Maschine reicht auf jeden Fall. Die Füllung wird darauf verteilt, rund herum mit etwas verquirltem Ei bestrichen und mit einer weiteren Schicht Nudelteig belegt. So können die Ravioli ausgestochen werden und in kochendes, gesalzenes Wasser gegeben werden. Dort bleiben sie etwa so lang bis so oben schwimmen. Danach können sie raus und bekommen einen Mantel aus Salbeibutter, für die man zuerst die Butter erhitzt und anschließend die Salbeiblätter gebraten werden bis sie knusprig sind.





Willkommen wunderschöner Herbst!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Emotionale Flughäfen und Glanz von Weihnachten – weihnachtlicher Gewürzkuchen


Nachdem es letzte Woche doch reichlich unfestlich zuging, darf man sich heute über die Weihnachtszeit freuen. Die Gerüche von Zimt, Anis und getrockneten Orange schaffen es halt doch jedes Mal wieder einen um den Finger zu wickeln. Besonders sind aber die Lichter – wobei es hier von wunderbar romantisch bis hin zu hässlichen Rentieren aus Plastik mit Hintergrundbeleuchtung reichen kann. Wie man unschwer erkennen kann, sprech' ich mich klar für die erste Variante aus. Vor allem an Bäumen. Bäumen, die drinnen stehen, mit vielen Kugeln geschmückt sind und so einen Flughafen zu einem noch emotionaleren Ort machen. Kaum wo kochen die Emotionen so hoch, wie hier. Menschen fallen sich in die Arme, küssen sich und ihre Augen glänzen. Das haben Weihnachten und ein Flughafen wohl gemeinsam. Für mich gibt's an diesem Wochenende noch etwas gemeinsames: weihnachtlichen Gewürzkuchen für die Liebe am Flughafen.



1 Tasse Rohrzucker
1 Tasse grob gehackte Walnüsse
1 Tasse Rosinen
4 Tassen Mehl
2 EL Kakao
1 Pkg. Backpulver
1 Tasse Öl
2 Tassen Wasser
1/2 Tasse Weinbrand
2-3 EL Kirschmarmelade
1-2 TL Zimt
1 TL Nelken (gemahlen)
1/2 TL Ingwer (gemahlen)
1/2 TL Kardamom
100g dunkle Schokolade



Zuerst werden alle trockenen Zutaten miteinander vermischt. Dazu braucht's gar keinen Mixer, sondern am besten einfach einen Kochlöffel. Danach kommen nach und nach die flüssigen Zutaten dazu und beim Vermischen ergibt sich eine homogene Masse. Unter die wird noch die Kirschmarmelade gemischt. So kommt alles in eine eingeölte Form und darf bei 175° Ober-Unterhitze für etwa 1 Stunde backen. In der Zwischenzeit wird die Schokolade gerieben, sie kommt sobald der Kuchen aus dem Rohr ist, oben drauf und wird verstrichen. Durch den heißen Kuchen schmilzt sie, womit ganz schnell eine Schokoladenglasur entsteht.





Einen besinnlichen zweiten Advent!

Sonntag, 9. Februar 2014

Das Leid des Studenten und die Kartoffelkrapferln zum glücklich sein


Als Student freut man sich immer b'sonders, wenn der Jänner zu einem Ende kommt. Dieser Monat macht nämlich jedes Jahr auf's Neue den Anschein, als wär' er doppelt so lang wie das gesamte Semester an sich. Und wieder einmal wird deutlich, wie weit man von den Klischees des Studentenlebens entfernt und wie nah man an der "höher, besser, weiter..."-Attitude d'ran ist. Man will's kaum glauben, aber dieser Lebensabschnitt hält für den einen oder anderen 'gar schon ein Burnout bereit. Man kann ja nicht früh genug beginnen.
Auf jeden Fall kann man sich im Februar aber auch wieder den schönen Dingen des Lebens zuwenden. Plötzlich hört man dann wieder die Vögel zwitschern und bemerkt: "F E R I E N".
So schön kann's halt auch sein. Jetzt ist die Zeit dafür, dass die TK-Kost wieder im Gefrierfach liegen bleibt, denn der Kochlöffel will wieder mit der Inbrunst des Frühlings geschwungen werden. Na dann, machen wir das halt auch! Danach hat man auch wunderbare Kartoffelkrapferl auf Spinatsalat am Teller und es ist Zeit zum glücklich sein.



250g Kartoffeln
125g Topfen
1 Ei
1/2 Tasse Gries
1-2 EL Mehl

Zwiebel
Schinken
geriebener Käse
Schlagobers
Kräuter nach Wahl

125g Spinat
1/2 Zitrone
Knoblauchpulver
Salz, Pfeffer
Walnussöl
Walnusskerne
Granatapfel




Die Kartoffeln werden gekocht und wenn sie abgekühlt sind gerieben. Dazu kommt dann das Ei, der Topfen, der Gries und auch das Mehl. Salzen und zu einem Teig vermischen. Danach röstet man die Zwiebel und auch den klein geschnittenen Schinken an. Dazu kommt geriebener Käse, Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie etc. können gern dazu, genau so wie ein Schuss Schlagobers. So gemischt hat man eine wunderbare Füllung.
Dann kann man auch schon die Kartoffelkrapferl herstellen, dazu nimmt man eine Hand voll Teig, formt eine Kugel und drückt sie platt. In die Mitte platziert man die Füllung und klappt die Seiten darüber. So entsteht wieder eine Kugel, die auch wieder etwas platt gedrückt wird.

Für den Salat wäscht man den Spinat, gibt den Saft einer halben Zitrone, etwas Walnussöl, Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer d'rüber. Den besonderen Pfiff bekommt man mit den Walnusskernen und den Granatapfelkernen hin.

Die Krapferl werden in etwas Öl in einer Pfanne herausgebraten und sind fertig, um serviert zu werden.



Einen schönen Februar!