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Sonntag, 10. Januar 2016

Zeit für Gesundes – Detox Bowl


Ich bekenne mich zu einem Schlummerdasein. Immer schon gewesen, wird sich dieser Umstand auch nicht groß ändern. Somit hege ich eine große Zuneigung zu sogenannten "comfort food" und allerlei Leckereien rund um und mit Zucker. Dass die Weihnachtszeit bzw. alle Feiertage drum rum (und ja die ziehen sich hinein bis in den Jänner) dafür eine Hochphase darstellen liegt damit wohl auf der Hand. Nicht umsonst karrt die Liebe die verschiedensten Kekssorten an, die er in mühevoller Kleinstarbeit von Hand bäckt und mein Herz höher schlagen lässt. Aber jetzt ist es dann auch wieder genug. Muss es ja auch. Die Jeans sitzen nicht mehr ganz so angenehm und den Titel "Captain Schlabberhose" sollte man doch spätestens in der zweiten Jännerwoche wieder ablegen. Also überzeuge ich hoffentlich auch mit etwas Gesunden und lasse den Kalorientierchen eine Pause, denn es gibt eine der berühmten Detox Bowls. Gesund – gesünder – detox! Zum Thema passend gibt es Fotos ohne Schnick schnack, dafür mit schönen bunten Farben.



1 rote Rübe
Pfeffer
Olivenöl
1 Rosmarinzweig
1 Süßkartoffel
Chili
1 Limette
1 Dose Kichererbsen
eingelegte halbgetrocknete Tomaten
getrockneter Rosmarin
1 Schalotte
Salz
1 TL Tahin
2 TL Olivenöl
etwas Mohn
1/2 TL Agavendicksaft
Vogerlsalat
50g roter Quinoa
1 Apfel
Hummus



Die rote Rübe wird in Würfel geschnitten und die Süßkartoffel in Scheiben. Beide werden getrennt von einander auf ein Backblech gelegt. Erstere bekommt etwas Rosmarin, Pfeffer und Olivenöl. Die Süßkartoffel wird mit selben gewürzt aber noch mit Chili verfeinert. Alles wird mit dem Saft einer halben Limette beträufelt. Ab in den Ofen bei 180° Ober-Unterhitze für 30 Minuten.
In der Zwischenzeit wird der Quinoa (nach Anleitung auf der Rückseite) gekocht. Die Schalotte wird geschnitten, in Olivenöl angeschwitzt, dann kommen klein geschnittene halbgetrocknete Tomaten dazu und die Kichererbsen. Würzen mit Oregano, etwas Rosmarin, Salz und Pfeffer.
Für das Dressing mischt man Tahin, den Saft der zweiten Limettenhälfte, Mohn und Agavendicksaft.
Jetzt alles in einer Schüssel anrichten, den Salat mit dem Dressing beträufeln und genießen.



Auf gesunde Kleinarbeit!

Sonntag, 22. November 2015

Thanksgiving auf Österreichisch


Dass Halloween das gute alte Allerheiligen, was doch eigentlich so wunderbar zum morbiden Wien passt, bereits abgelöst hat, hab ich ja schon mal ausführlich behandelt. Aber, heute möcht' ich diese Liste weiterführen und eine kleine Rebellion anzetteln. Nicht, dass ich Veränderungen nix abgewinnen könnt – klar find ich's toll, dass Burger die neuen Schnitzel sind und Röhrenjeans die (immer wieder aufbäumenden) Schlaghosen schon beinahe ganz in die Flucht geschlagen haben. Aber mein Christkind tausch' ich nicht gegen den Weihnachtsmann, auch wenn ich glänzende Augen bekomm', wenn er auf seinem roten Cola-Truck äh... Schlitten über den Fernsehbildschirm flimmert.
Ich häng einfach viel zu sehr an dem kleinen Kind mit den blonden Locken und Kinder sind ja schließlich auch die Zukunft, während ich das noch nie über alte Männer in roten Gewändern und weißen Bärten gehört habe. Auch wenn die "Alterspyramide" schon längst nicht mehr an die Bauwerke der alten Ägypter erinnert und moderne Pensionisten Triathleten sind.
Deswegen habe ich mich dazu entschieden, den Rufen meiner Freunde nach einem Thanksgiving Dinner nachzukommen. Und zwar in abgewandelter Form, nämlich in traditionell ländlicher mit einem gefüllten Hendl statt einem Truthahn und Kartoffeln statt Süßkartoffeln. Mit österreichischem Schmäh statt dem American Way of Life.



1 Brathuhn
Brathähnchengewürz
120g Semmelwürfel
70ml Milch
1 Schalotte
Petersilie
2 getrocknete Tomaten
Muskatnuss
Pfeffer, Salz
2 Eier
ca. 30g Butter
5 kleine Birnen
1 rote Zwiebel
2 Zweige Rosmarin
1 Schuss Apfelessig
Kartoffeln
Karotten



Zuerst wird für die Füllung die Schalotte gewürfelt, in etwas Butter angeschwitzt und mit der Milch aufgegossen. Diese Mischung gießt man über die Semmelwürfel, schneidet noch etwas Petersilie dazu und auch die klein geschnittenen getrockneten Tomaten. Danach wird das Brathendl gewaschen, ausgenommen und mit Brathendlgewürz innen uns außen eingerieben. Jetzt das Hendl füllen und auch ein wenig was unter die Haut schieben. In eine Auflaufform geben, ein wenig Wasser (ca. 1cm hoch) rein, oben drauf noch Butter und ab in den Ofen bei 200° Ober-Unterhitze für ca. 1 bis 1,5 Stunden. Auch ein paar Karotten dürfen dazu gegeben werden. Immer wieder mal mit eigenem Saft und etwas Wasser übergießen, nach der Hälfte der Zeit umdrehen.
In der Zwischenzeit werden die Birnen halbiert, die rote Zwiebel in Spalten geschnitten und in einer ausgebutterten Form mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und einem Schuss Apfelessig für 20 Minuten mit Alufolie zugedeckt geröstet. Alles bei 200° Ober-Unterhitze. Danach entfernt man die Folie und lässt sie nochmal für ca. 15 Minuten im Ofen.
Die Kartoffeln werden in Spalten geschnitten, in etwas Olivenöl angebraten, gesalzen, mit etwas Wasser aufgegossen (wieder ca. 1cm hoch in der Pfanne) und solange bis sie weich sind gedünstet.
Danach kann angerichtet werden.




Ich verspreche aber zum nächsten Hollywood Blockbuster einen Burger der extra Klasse (vollkommen amerikanisch) zu kredenzen. Bis dahin: Moizeit zum verspäteten Erntedank!

Sonntag, 4. Oktober 2015

Saunaaufguss und gefüllter Kürbis


Die Einteilung der Jahreszeiten passiert bei mir weniger nach dem Kalender als nach Befindlichkeiten. So kommt es, dass es sich mit der ersten Schweißperle Anfang April anfühlt wie Sommer und mit dem ersten Kürbis Ende August wie Herbst. Wer öfters mitliest wird wissen, dass ersteres ein weniger positives Gefühl wie letzteres ist. Kein Grund es also nochmals zu erwähnen. Momentan kann man sich aber auch wirklich kaum beklagen, da die Sonne zeigt, dass es doch noch einen fließenden Übergang zwischen den Jahreszeiten gibt. Die alten Weiber scheinen ihre Sonnenreflektoren im Dauereinsatz zu haben, während eine kleine Brise für ein angenehmes Klima sorgt. Was will man mehr? Gut, mir würde da schon noch was einfallen. Für die durchfrorene Elfi ist nämlich schon der Winter ausgebrochen, was meinen Oberösterreich-Aufenthalt in ihrem Haus zu einem Saunabesuch macht. Damit mir der nächste Fichtenaufguss erspart bleibt und ich mich nicht im Bikini an den Esstisch setzen muss, entscheide ich mich für das Bänkchen vorm Haus – samt herbstlich gefüllten Kürbis.



2 kleine Hokkaido Kürbisse
3 Karotten
2 Petersilwurzeln
1/2 rote Rübe
1 rote Zwiebel
1/2 Orange
Balsamico
Selleriesalz
Pfeffer
Olivenöl
100g Quinoa
Gemüsebrühe
1 Hand voll Kürbiskerne




Die Kürbisse werden ein wenig unterhalb des Stiels abgeschnitten, sodass sich ein Deckel ergibt. So können die Kerne entfernt werden. Danach wird Quinoa mit der doppelten Menge Gemüsebrühe aufgekocht und darf für 15 Minuten leicht köcheln. In der Zwischenzeit schneidet man das Wurzelgemüse in kleine Stücke und auch die Zwiebel wird grob gehackt. So wird alles in etwas Olivenöl angebraten, um anschließend mit dem Saft der halben Orange und einem Schuss Balsamico abgelöscht zu werden. Gewürzt wird mit Selleriesalz und Pfeffer. Jetzt Quinoa und die Kürbiskerne untermischen. Die Kürbisse selbst werden innen ein wenig gesalzen und kommen für 15 Minuten bei 180° Heißluft ins Backrohr. Danach kommt die Quinoa-Gemüse Füllung hinein, Deckel wieder drauf und ca. 35 Minuten weiter backen. Fertig sind sie, sobald sie weich sind.





Achtung! Aufguss!

Sonntag, 4. Januar 2015

Vom Gedankenlesen und einem (Glücks)Schweinebraten



Über Psychologen hat man sich ja so einiges zu sagen. Besser gesagt zu ihnen hat man einiges zu sagen, sobald sie sich im Alltagskontext als solcher (oder Student der Psychologie) geoutet haben. "Ich sag' jetzt nix mehr, sonst werd' ich analysiert!" oder "Das sind alles Gedankenleser.", sind nur zwei Beispiele. Beides trifft gar nicht zu – was bei letzterem natürlich schon auch irgendwie schad' ist. Stolz kann ich aber von mir behaupten, dass ich in die Zukunft schauen kann. Eine Gabe, die ich aber nur am 31.12. besitze – sie soll ja auch was besonderes bleiben.
Dem Mädchen im goldenen Kleid, das ihr knapp über ihren Hintern reicht, prophezeie ich eine gewaschene Blasenentzündung für 2015. Ihrer Freundin, in den 10 cm hohen Sandaletten halb oder gar ganz (eine Restunsicherheit bleibt) abgefrorene Zehen und dem Jungen mit den langen Dreadlocks, der von seinem soeben gezündeten Feuerwerkskörper einfach nicht weggehen will, kürzere Haare. Und das ganz ohne Glaskugel. Beeindruckt?
Der Liebe und mir hingegen sage ich ein Glücksschweinchen voraus. Eines, das als neu interpretierter Braten daher kommt. Die kleinen Plastikschweine würden ja auch nur rum stehen.



Krautsalat:
1/4 Krautkopf
1 Karotte
1/2 kleine Zwiebel
1 Schuss Milch
1 Schuss Essig
1 Schuss Zitronensaft
1 EL Mayonnaise
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer

Schweinefleisch:
1/2 TL Kümmel
1/2 TL Senfkörner
1 TL Majoran
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Knoblauchpulver
Salz, Pfeffer
ca. 200g Schweinefilet
2 Thymianzweige
1 Knoblauchzehe
Öl






Knödel:
125g Knödelbrot (Semmelwürfel)
75ml Milch
1 kleine Zwiebel
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1 Ei
1 TL Majoran
Butter

Zusatz:
Salatblätter
1 Topinambur

Der Krautkopf wird fein geschnitten und auch die Karotte wird in feine Streifen transformiert. Dazu kommt jetzt die klein gehackte Zwiebel, der Schuss Milch, Essig und Zitronensaft. Auch die Mayonnaise, der Zucker, Salz und Pfeffer dürfen nicht fehlen.

Für die Semmelknödel wird die Zwiebel gewürfelt und in etwas Butter angeschwitzt. Danach wird die Milch drüber gegossen und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer gewürzt. Die Milchmischung gießt man über die Semmelwürfel, gibt dem ganzen noch ein Ei und Majoran dazu und schon ist die Masse fertig. Also wenn man alles miteinander verrührt hat. Jetzt noch etwas ziehen lassen und danach zu Knödel formen, die man in Frischhaltefolie wickelt, etwas platt drückt und anschließend noch einen Mantel aus Alufolie verleiht. So kommen sie für ca. 15 Minuten in simmerndes Wasser.

Für das Fleisch wird zuerst ein "rub" vorbereitet. Der besteht aus gemörsertem Kümmel und Senfkörnern, gemeinsam mit Majoran, Knoblauchpulver, Paprikapulver, Salz und Pfeffer. Damit wird das Filet gut eingerieben. In einer Pfanne macht man etwas Öl heiß, legt den Thymian und die Knoblauchzehe dazu und brät bei hoher Flamme los. Und zwar auf jeder Seite. Nun ab in Alufolie und ab in den Ofen bei 180° Ober- Unterhitze für 5-7 Minuten. So hat es nachher einen rosaroten Kern.

Das ganze wird in Burgerform zusammengesetzt und zwar so: Zuerst schneidet man die platten Semmelknödel längs nach durch und gibt auf die untere Hälfte etwas Salat und Topinambur. Darauf legt Scheiben vom Schweinefleisch, worauf wiederum der Krautsalat kommt. Abschließen mit der zweiten Semmelknödelhälfte und fertig.





Ein frohes Neues!

Sonntag, 21. Dezember 2014

Weihnachtliche Vorstellungen und ein Huhn auf Polenta und Wurzelgemüse



Zu kaum einer anderen Zeit klaffen die Vorstellungen so weit auseinander wie an Weihnachten. Die einen sprechen von besinnlichem Beisammensein, die anderen von X-Mas Partys. Die Palette reicht also von Brettspielen über Gut Aiderbichel bis hin zum Clubbing. Fest steht aber, dass ein Fest her muss. Schön ist es, wenn alle von ihren unterschiedlichen Traditionen erzählen und sich dabei ein Lächeln heimlich auf die Gesichter stiehlt. Die Erinnerungen an Kindertage werden wieder ganz klar und irgendwie wird einem dann doch ganz warm ums Herz. Schlussendlich lässt's einen dann auch die überfüllten Einkaufsstraßen und die eine oder andere vorweihnachtliche Krise vergessen. 
Meine Eltern berichten klassisch von den Bratwürstel mit Sauerkraut und einem wunderschönen Christbaum. Gut, beim Christbaum sind wir uns einig, bei den Bratwürstel aber wirklich gar nicht. Durchsetzen werd' ich mich mit einem Zitronenhuhn auf Wurzelgemüse und Polenta. Widerstand zwecklos – dafür garantiert der Weihnachtsfrieden mit der Laterne und der roten Kerze darin.



Wurzelgemüse:
7 kleine bis mittelgroße violette und orangene Karotten
1/4 Sellerie
1 Pastinake
1 mittelgroße rote Rübe (Bete)
1 rote Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Olivenöl
einige Zweige frischer Thymian
1/2 Clementine
1/2 Zitrone
Pfeffer, Salz

Hühnerbrust:
4 Hühnerbrüste mit Haut
1 Zitrone
Zitronenpfeffer
Thymian
Salz
Olivenöl

Polenta:
150g Polenta
125ml Milch
125ml Schlagobers (Sahne)
150ml Suppenbrühe




Zuerst werden die Karotten, der Sellerie, die Pastinake, die Rübe und die Zwiebel geschält. Je nach Größe werden die Karotten längs halbiert und die Zwiebel. Das restliche Gemüse wird länglich geschnitten, also auch die Zwiebel. Die wird somit nicht zu Ringen sondern zu Spalten transformiert. Gemeinsam kommt alles auf ein tiefes Backblech und wird mit Olivenöl, dem Saft einer halben Clementine und dem einer halben Zitrone verfeinert. Die Thymianzweige werden teilweise abgezupft und teilweise ganz darüber gestreut. Jetzt noch pfeffern und salzen. Bei 180° Heißluft kommt alles für etwa 30 Minuten in den Ofen.
In der Zwischenzeit wendet man sich dem Hühnchen zu. Dem zieht man die Haut ab und würzt es mit dem Saft einer Zitrone, Zitronenpfeffer, Thymian und und Salz. Für die Verarbeitung der Haut erhitzt man eine Pfanne auf mittlere Hitze, legt die Haut hinein und beschwert sie mit einem Topf. So wird sie innerhalb von ca. 20 Minuten knusprig.
Für die Polenta wird die Milch, das Schlagobers und die Suppenbrühe erhitzt. Danach kommt der Maisgrieß auch schon hinein. Gut umrühren und bei Bedarf noch Flüssigkeit hinzufügen. Hitze zurücknehmen, Deckel drauf und ziehen lassen.
Die Hühnerbrüste werden in Olivenöl beidseitig angebraten. Aber nicht zu lange, da es sonst trocken wird.
Zum Anrichten wird die Polenta mittig auf den Teller platziert, darauf kommt etwas Wurzelgemüse, danach die aufgeschnittene Hühnerbrust und abschließend die Hautchips. Wer möchte kann noch etwas Fleischsaft darüber träufeln und mit ein paar frischen Kräuter- oder Salatblättchen garnieren.





Wunderbare Vorbereitungstage!

Sonntag, 30. November 2014

Rüben so rot wie die Mütze vom Weihnachtsmann ODER Reissalat mit Chips



Als bekennender Weihnachtsfanatiker aka Terrorchristkind interpretier ich meinen Hit "Ich läut das Glöckchen, bis du dich freust, ey!" jedes Jahr neu. Meistens klappt es auch und am 24.12. sind Kekse gebacken, der Tannenbaum geschmückt und alle singen besinnliche Lieder. Stolz auf diesen Missionsdienst hab ich mich in ein Dekogeschäft meines Vertrauens aufgemacht. Dort sind auch schon die Weihnachtslieder und jede Menge Sternchen, Kunstschnee, Kugeln in allen Farben usw. eingezogen. Anfangs mit dem Gedanken "Schon ein bisschen viel grad." bin ich beschwingt aber schon ein wenig skeptisch hinein. Irgendwie hat aber jeder Schritt ein wenig an meinen weihnachtstauglichen Nerven gezerrt. Leute, die einem im Weg rumstehen und Engelshaar, das sich im eigenen verfängt. Manche hört man auch schon mitsingen – was wiederum weniger engelhaft war. Geschockt von meiner diesjährigen Laune im überfüllten Weihnachts(horror)land, bin ich mit einem großen Fragezeichen im Gesicht geflüchtet. Hab ich meinen Fanatismus verloren? Das wird sich in den nächsten Wochen wohl noch zeigen, bis dahin bleib ich bei Elfis Röschengeschirr und nimm mir noch eine Woche weihnachtsfrei mit einem Reissalat und rote Rübenchips.



1 Tasse Wildreis
250g Champignons
1kleine Stange Lauch
frischer Rosmarin und Thymian
Salz, Pfeffer
weißer Balsamico
1 TL grober Senf
Olivenöl




2 rote Rüben (Bete)
Meersalz
Chili
frischer Rosmarin
Olivenöl

Zuerst wird der Reis gekocht, danach geht's auch schon an die Rübe. Die beiden werden (mit Handschuhen!) geschält und anschließend in feine (1-2mm) Scheiben geschnitten. Dazu eignet sich eine Küchenmaschine sehr gut. Sie werden mit dem groben Salz, Chiliflocken, etwas gehacktem Rosmarin und Olivenöl vermischt. So kommen sie nicht überlappend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bei 160° Heißluft für 25-35 Minuten in den Ofen. Solang bis die Ränder sich wellen und sie knusprig werden. Die restliche Knusprigkeit bekommen sie beim erkalten.
Während die Chips vor sich hin backen, werden die Pilze und der Lauch in Scheiben geschnitten. Das Olivenöl wird in einer Pfanne erhitzt, dann kommt der Lauch und anschließend die Pilze dazu. Gewürzt wird mit gehacktem Rosmarin und Thymian. Auch Salz und Pfeffer dürfen noch hinein. Etwas abkühlen lassen und mit dem Reis vermischen. Jetzt noch Balsamico und Senf rein und fertig ist der Reissalat, der lauwarm oder kalt gegessen werden kann. Die Chips oben drauf und los zum Tisch.



Hier backen wir (noch) rote Rüben und keine Kekse!

Sonntag, 16. November 2014

Vom Suppenkasper und roten Rüben


Nachdem's auch letzte Woche schon Suppe gab, bleibt nur zu hoffen, dass bei der zweiten in Folge kein Suppenkasper auf die Barrikaden steigt. Nicht, weil ich's nicht ertragen würd', dass jemand genug von meinen Suppen hat, sondern vielmehr weil mir diese Geschichten rund um den Suppenkasper schon immer ein bisserl Angst gemacht haben. Der Suppenkasper, der völlig abgemagert am 5. Tag stirbt, der Daumenlutscher, der am Ende ohne Daumen dasteht – ja, beide haben mir schon recht Leid getan. Nicht nur, weil ich kein Blut sehen kann. Seit dieses Buch aus dem Regal verbannt wurde, ist mir damals schon leichter um's Herz g'worden. So Kindergeschichten, die zu Albträumen werden, hat aber wohl jeder. Wenn die Titelmelodie von Pinocchio im Fernsehen zu hören war, hat vermutlich nicht nur mein Bruder gesagt:" Opa? Eigentlich muss i gar nimma fernsehen..."



Märchenfiguren hin oder her, diese rote Rüben Suppe erfreut bestimmt die Mägen:

2 Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
3 rote Rüben (Beete)
2 Kartoffeln
1 Petersilienwurzel
ca. 1l Gemüsebrühe
1/2 TL Paprikapulver
1 TL Liebstöckel
1 TL gemahlener Kümmel
1 Zitrone
200ml Kokosmilch
schwarzer Pfeffer
frischer Koriander
Kokosspäne
Pflanzenöl



Das Öl wird in einem großen Topf mit dem Paprikapulver erhitzt, bevor die Schalotten und gleich darauf auch die Knoblauchzehen dazu kommen. Beide in gewürfelter Form. Jetzt mit der Gemüsebrühe ablöschen und Deckel drauf. Nun beginnt das große Schnibbeln: die Rüben, Kartoffeln und Petersilwurzel werden in kleine Würfel geschnitten. Ist das erledigt landen alle Würfel in dem Topf und erfreuen sich dem Liebstöckel, dem Kümmel und auch der Zitronenschale. So lässt man alles für gute 10 Minuten köcheln – solang bis die Würfelchen pürierbereit also weich sind. So kommt noch die Kokosmilch und der Saft der Zitrone rein. Wer ein paar Gemüsewürfel als Einlage möchte, fischt sich diese raus bevor das große Pürieren beginnt. Ist alles schön fein püriert kommen sie wieder rein und werden von einem Spritzer Kokosmilch, ein paar Tropfen Zitronensaft, den Kokosspänen und dem gehackten Koriander getoppt.



Ein schönes Kaspern!

Mittwoch, 12. November 2014

Wiener in München – oder Süßkartoffelsuppe zum Wärmen


Als bekennender Wienliebhaber lass' ich so schnell nix über meine Wahlheimat kommen. Da hilft auch kein Psychologenkongress (an dem wir Wienerpsychostudis uns ein Beispiel nehmen könnten) in München. Ganz in Hauptstadtmanier wird g'sudert: "Das Unigebäude könnt' aber schon schöner sein..." oder "In die Clubs kommt man auch nur mit mindestens 10cm hohen High Heels (die man als Tourist getrost aus dem Gepäck weglässt)..." Nun gut, über die Türsteherpolitik im Herzen Bayerns werd ich wohl noch länger den Kopf schütteln – aber was des einen Türsteher sind, sind des anderen Grantler. Schlussendlich musst' ich mir am Heimweg schon eingestehen, dass München wenn schon nicht mit einem altehrwürdigen (Psychologen-)Unigebäude, aber doch mit tollen Studienbedingungen aufwartet. Die geringere Einwohnerdichte überzeugte auch und die gemütlichen Straßen haben schön zum Schlendern eingeladen. Vor allem der englische Garten lässt ein Städterherz höher schlagen.
Alles in allem war's schön – auch wenn's im November schon ein bisserl kalt war. Aber dagegen kann man ja auch Suppe essen. Vielleicht eine mit Süßkartoffeln?



2 Süßkartoffeln
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün (davon: Lauch, 1 Karotte, 1/2 Petersilienwurzel, 1/4 Sellerie)
Ingwer
750ml Gemüsebrühe
125ml Kokosmilch
1/2 TL Kreuzkümmel
Chili
1 TL Currypulver
Paprikapulver
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

Petersilie, Chiliöl

In einem Topf wird etwas Öl mit Paprikapulver erhitzt, in den die grob gewürfelte Zwiebel, Karotten, Süßkartoffel und das Suppengrün wandern. Auch etwa 2cm großes Stück Ingwer kommt dazu. Ist alles etwas angebraten, darf die Gemüsebrühe nicht fehlen, in der alles für ca. 10min köchelt. Ist das Gemüse weich wird es püriert und anschließend mit der Kokosmilch und den Gewürzen verfeinert.
Ist die Suppe erst mal in einem Teller wird sie nochmals mit etwas Kokosmilch, Chiliöl und Petersilie garniert.





Suppen schmecken überall!